Barbie - Vorbild oder Feindbild?

1959 geboren, Karrierefrau (120 Berufe) ... (Foto: http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/bd/3b/5f/12401503.jpg)
Barbie als Vorbild?
Ich muß überlegen, für was Barbie Vorbild sein kann.
Ich selbst hätte gern , als ich noch Kind war, mit ihr gespielt, aber eigentlich nur weil sie jeder hatte. Ich nahm dann mit der günstigeren Kopie vorlieb.
Barbie als Feindbild?
Hm, ich weiß nicht. Die Puppe kann nichts dafür wenn einige Frauen so sein wollen wie sie.
Aber ich habe selbst eine Freundin, die gern aussehen würde wie Barbie.
Die Figur, die Haare und die schöne Kleidung, das mag für einige reizvoll sein.
Aber es ist auch erwiesen, dass keine Frau mit so einer Figur gut leben könnte.
Weil die Maße so nicht gut und körperlich nicht okay wären.
Die Taille zu schmal, man würde durchbrechen, könnte kaum was tragen und den Oberkörper schon gar nicht.
Der Busen zu schwer, das gäbe Rückenbeschwerden und andere Probleme.
Ich kann leider nicht alles wiedergeben, was ich damals sah. Aber es hätte gravierende Konsequenzen, wenn wir die Figur, wie Barbie, hätten.
Warum könnte Barbie noch Vor-oder Feindbild sein?
Vorbild, weil vielleicht doch Frauen darauf achten wie sie aussehen, oder Feinbild weil die Magersucht kommt, wenn man so sein will wie Barbie.
Ich bin auf eure Meinungen , zu dem Thema, auch sehr gespannt.
Eine Vorbild kann schnell zum Feindbild werden, wenn man merkt, dass man das Vorbild nie erreichen wird ...
Martina, du hast recht: Die heutigen Barbies haben eine etwas größere Taille und auch nicht mehr den überdimensionalen Busen ...
Mit über 51 Jahren hat sie sich aber immer noch gut gehalten
Eine echte Barbie wird zwar älter, aber sie altert nicht, Karl-Heinz ...
Ich habe oft Kinder beobachtet, die mit Barbi und Ken Rollenspiele spielen. Somit haben sie für die Entwicklung für Kinder eine große Bedeutung, ob es das Entwickeln von Träumen, das Verarbeiten von Erlebtem ist, Mode, Frisuren...., sie sind pädagogisch sehr wertvoll. Auch wenn man auf den ersten Blick den Eindruck hat, sie vermitteln eine heile, unrealistische Welt , vermitteln eine falsche Konsumvorstellung, zu hohe Ansprüche, so überzeugt mich das Pädagogische mehr, nachdem, was ich gesehen habe.
Was man der Puppe vielleicht vorhalten könnte, ist, dass sie den Wert einer Person auf das Äußere reduziert, aber ist das in unserer heutigen Frauengesellschaft so unrealistisch? Kommt Frau nicht wirklich bedeutend weiter, wenn sie auch gut aussieht?
Es mag sein , dass manche Frauen weiter kommen, wenn sie super gut aussehen.
In der Modewelt zum Beispiel, oder als Schauspielerin, wobei ich sagen muß, ich mag die Christine Neubauer sehr gern. sie ist für mich eine sehr hübsche Frau, oder auch die Ruth Maria Kubischek.
Vielleicht kommt man auch in einer chefetage weiter, wenn man gut aussieht. Ich kann da aber nicht so mitreden, weil ich eine ganz durchschnittliche Frau bin und nun gar keine Erfahrungen habe, ob man weiter kommt, nur durch das äußere.
Was natürlich gut ist, wenn alles paßt.
Aber machen nicht auch kleine "Schönheitsfehler " jeden Menschen zu etwas einzigartigem ?
Bei Barbie weiß keiner ob sie nur gut aussieht oder auch klug ist. Sie ist halt doch nur eine Puppe.
Für mich ist Barbie in erster Linie ein Modepüppchen, das Konsumwünsche wecken soll ...
Christine Neubauer hat - bei allem Respekt - mit einer Barbie relativ wenig zu tun. Sie ist für mich eher ein "Barock-Engerl" mit gewissem schauspielerischem Talent ...
richtig, aber es sollte nur als Beispiel gelten, das mir eine christine Neubauer besser gefällt als eine Barbie
Yessica, eine attraktive Frau wird sicherlich im Leben leichter vorwärts kommen als eine weniger attraktive, es sei denn, sie hat sonst nichts zu bieten ...
das gute aussehen allein macht keine karriere. wenn der partner nicht mitmacht, hat die frau fast immer schlechte karten.
zu meiner frau sage ich immer, ich liebe jedes gramm an dir.
es wäre ja eine erbärmliche liebe mit barbie.
Weder Vorbild noch Feindbild,... ich spielte sehr gerne "Barbie" zusammen mit meiner Freundin und wir tauschten die Kleider aus, waren kreativ und fantasievoll und es machte einfach nur Spaß.
Mich hat "Barbie" jedenfalls nicht beeinflußt!
PS: eine "Barbie" kommt in der heutigen Zeit in der Chefetage nur weiter, wenn sie auch etwas kann (damit meine ich Fleiß und Wissen).
Ich hab' als Kind auch oft mit Barbiepuppen gespielt und mir keine Gedanken um Magersucht o.ä. gemacht.
Wie Lisa G. schon sagt, hat es eher etwas mit Phantasie und Freundinnen zu tun.
Eine Barbie war immer meion Traum, aber weil meine Eltern sie nicht mochten, bekam ich keine...
Inzwischen kann ich meine Elternverstehen.
Heute wünschte ich aber, wenn ich so manche Spielfiguren sehe, die Kinder würden lieber nur mit einer Barbie spielen.
Klasse Beitrag, Axel! Sabina sagt zu Recht, dass die Diskutanten sich manchmal beim Schreiben selbst überholen. Wenn ich wegen Barbie magersüchtig werde, ist sie kein Feindbild sondern Vorbild. Wer im Alter von 6 bis 13 Jahren keine Barbiefigur hatte, hat sowieso ein Problem gehabt, an dem mit Sicherheit nicht Barbie und das Kind schuld hatten. In Barbie sahen und sehen Mädchen die Prinzessin in traumhafter Garderobe, in das jedes Mädchen selbst gerne im Traum schlüpft.
Auch heute ist es erst einmal das Erscheinungsbild - der erste Eindruck - ob man gut oder weniger gut im Geschäftsleben ankommt. Mit seinem Wissen alleine kann gerade heute niemand irgend etwas erreichen. Nicht jeder Mann steht ölverschmiert in der Werstatt, nicht jede Frau hinterm dampfenden Herd.
Barbie vermittelt Eleganz und Nonchalance.
Franz... Du sprichst mir aus der Seele!
Meine Tochter hat auch Barbie-meetings mit ihren Freundinnen.
Sie hatten für ein paar Stunden ihre rosigen Träume... und waren
glücklich... :o)))
LG Gisela
Ihr werdet es nicht glauben, aber meine Tochter will gar keine Barbie, sondern eine schöne große Puppe, die sie dann auch mal richtig knuddeln kann. Und so eine hat sie.
Ansonsten ist das mit der Barbie wie mit allem anderen auch im Leben: man kann sie lieben oder auch hassen. Ein kleines Kind will nur eines damit : spielen. Was dann später mal das Kind will, hängt in erster Linie von der Erziehung durch die Eltern und deren Vorbildfunktion ab.
Wäre ich ein Mädchen, wäre mir ein Puppe zum Knuddeln auch lieber, so mit Augenaufschlag und Schnullermund ...
Meine Kinder haben mit ihren Barbies, unsere Familie nachgespielt.Ob es Freude oder auch mal Streit war, es wurde alles mit den Puppen noch mal aufgearbeitet. Sie haben für ihre Barbies genäht, gestrickt und gebastelt. Nun sind meine beiden Töchter schon lange Erwachsen und sprechen noch heute davon,was und wie sie mit ihnen gespielt haben. Bei uns hatten diese nicht immer schönen Puppen eher eine erzieherische Funktion.
Ja . ein Artikel zu Sabinas Barbies ist in Arbeit :)
Glaube ich nicht, daß die zunehmende Magersucht mit Barbiepuppen zu tun hat(te). Die Barbie ist halt einfach gelenkig und gut zum Umziehen, Kämmen, und was kleine Mädchen halt gern machen.
Mir fällt an dieser Stelle ein, dass es - wahtrscheinlich vor Barbies Zeit - etwa gleich große Püppchen aus Pappe gab, die man auch ganz verschieden anziehen konnte. Man musste nur die neue Kleidung dem Püppchen über die Schultern hängen und die Laschen umlegen ...
Bei uns im Haushalt leben ca. 60 dieser Exemplare neue und alte friedlich zusammen und magersüchtig sind wir deshalb nicht geworden wer will schon ne Barbie in echt ...die beiden Frauen des Hauses stehen zu IHREN Barbies ......
Oh ja Axel, die Anziehpuppen aus Pappe hatte ich als Kind, ich habe immer neue Kleider auf Papier gemalt und dann ausgeschnitten ,man durfte nur oben das Häckchen nicht vergessen sonst hielt das Kleid nicht an der Puppe. Ich habe damit stundenlang gespielt. Lang, lang ists her.
Ja, diese herrlichen Anziehpuppen - zu meiner großen Überraschung hab ich die 2000 in Rußland wieder entdeckt, wo es sie bei uns schon lang kaum mehr gibt.
Ich hatte nie eine Barbie und wollte auch nie eine haben.
Ich hatte eine Schildkröt Babypuppe die wesentlich knuddeliger war als alles andere!
Ich konnte der Barbie nie was abgewinnen da ich nie auf Glamour und mehr Schein als Sein stand.
Eine damalige Schulkameradin hatte einen ganzen Stall von Barbies und wollte oft mit mir mit denen spielen. Ich hatte jedesmal dankend abgelehnt!
Die Barbie hat für mich keine Seele!
Deine Meinung akzeptiere ich voll. Warum ziehst Du Deine Schildkröt-Puppe nicht an, fotografierst sie und zeigst uns das Knuddelige an der Puppe, die für Dich vielleicht ein Vorbild war?
Herzliche Grüße Sabina
Ach ja Sabina..., wenn das so einfach wäre :-(
Die wurde von einem jüngeren Familienmitglied vor Jahren versehentlich entsorgt.
Noch heute bin ich untröstlich darüber, *snief*
Gestern fand ich auf einem Bad Reichenhaller Ostermarkt diese alte Anziehpuppe aus England, mit 20 Kleidern zum Wechseln und noch original verpackt:

Leider hatte ich mein Geldtascherl nicht mit, um sie meiner Enkeltochter zu schenken ...
Danke!
Viel Geld für eine Puppe aus Pappe, aber hätt' sich gelohnt, weils so schön alt ist.
Ob's der Enkelin gefallen hätte ist eine andere Frage, der hätte ein Barbie bestimmt besser gefallen.


Man kann sie bestimmt zum Feindbild erklären.
Viele Kinder die mit Barbie spielten sind Magersüchtig geworden, weil sie ebenso eine tolle Figur wollten wie ihr Idol