Zusammenstoß im Supermarkt

(Foto: Screenshot)
Wer geglaubt hat, dass die Straßenverkehrsordnung außerhalb UND innerhalb eines Supermarkts gilt, der irrt! Im Inneren eines Großmarktes gelten nämlich keine festen Verkehrsregeln.

Wer in einem Supermarkt mit einem Einkaufswagen unterwegs ist, muss sich nach keiner Geschwindigkeitsbegrenzung richten. Er kann auch rechts überholen oder auf der Stelle wenden, wenn er etwas vergessen hat. Blinken beim Überholen oder Abbiegen ist auch nicht erforderlich. Es reicht ein flüchtiger Schulterblick.

Es gibt auch keine feste Regeln, was das Abstellen des Einkaufswagens angeht. Geparkt wird da, wo gerade Platz ist, wenn man einen Artikel sucht oder nach ihm greift. Manchmal ergeben sich dann Engpässe, wenn man nicht bedacht hat, dass andere Kunden zwischen den Regalen noch durchpassen müssen.

Und genau das war die Ausgangssituation für einen kleiner Aufreger, als ich neulich mal wieder bei einem Discounter in Freilassing einkaufen war. Als ich mit meinem Wagerl in einen Gang einbog, traf ich auf eine Kundin, die nach einem Artikel in einem Regal suchte und dabei ihren Einkaufswagen in der Mitte der Fahrbahn stehen gelassen hatte. Um vorbei zu kommen, schubste ich ihr Wagerl am oberen Ende leicht zur Seite, worauf sich die Kundin sogleich erbost umdrehte und mir laute Vorwürfe machte. Ob ich sie nicht hätte bitten können, bekam ich zu hören. Ich hielt dagegen und fragte zurück, ob sie nicht bemerkt hätte, dass ihr Einkaufswagen mir im Wege wäre. Jeder Mensch könnte doch auch seitlich sehen. Statt einer Antwort konfrontierte mich die Dame mit dieser Frage, die mich leicht irritierte: "Kommen Sie aus Österreich?" Ich ließ mir nichts anmerken, sondern konterte rasch: "Nein, ich komme aus Hessen!"

Da keine weiteren Unmutsäußerungen an meine Ohren drangen, setzte ich meine Fahrt wieder fort. Doch die letzte vorwurfsvolle Frage meine Kontrahentin wirkte in mir noch etwas nach. Was Rempeleien im Supermarkt angeht, so meine langjährigen Erfahrungen, gibt es nämlich keine Unterschiede zwischen Österreichern und Deutschen. Vielleicht wollte diese Damen ja auch nur gebeten und nicht einfach weggeschubst werden. Aber das ist ja heutzutage nicht üblich im Gedränge, egal wo ...
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12 Kommentare
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 22.02.2014 | 10:11  
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Axel Haack aus Freilassing | 22.02.2014 | 12:20  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 22.02.2014 | 12:47  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 22.02.2014 | 14:15  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 22.02.2014 | 15:47  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 22.02.2014 | 16:04  
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Hartmut Stümpfel aus Sarstedt | 22.02.2014 | 17:32  
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Axel Haack aus Freilassing | 22.02.2014 | 18:26  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 23.02.2014 | 17:10  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 23.02.2014 | 22:59  
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Edgard Fuß aus Bühl | 24.02.2014 | 17:44  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 24.02.2014 | 18:37  
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