Das tragische Ende eines durstigen Pedalritters
Immer, wenn ich an dieser Uferstelle der Glan vorbei komme, muss ich anhalten. Mich lässt einfach das Schicksal eines Radfahrers nicht in Ruhe, der 1997 an dieser Stelle bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Auf einem schlichten Holzbrett an einer Birke hängen zwei Schilder. Auf dem oberen Holzschild ist der Moment dargestellt, wo der Radlfahrer mit einem PKW auf der nahen Holzbrücke zusammen gestoßen ist und dabei zu Tode kam. Darüber ist ein Kreuz eingebrannt und die Worte: "In Gedenken"
Darunter ist ein weiteres Schild angebracht, das eher verwirrt als aufklärt. Es besagt, dass es sich bei dem Verunglückten um einen "Pedalritter" namens Wolfgang W. gehandelt hat, der "ewig durstig" unterwegs war.
Ein wenig schmeichelnder Nachruf, finde ich. Immerhin wird hier jemand verspottet, der auf tragische Weise sein Leben verloren hat. Waren es seine hämischen Nachbarn, die seine Sauflust kannten und diesen Unfall für zwangsläufig hielten. Oder gar seine Gattin, die ihm seine Sauftouren nie hatte austreiben können und nun verbittert ist?
Die Wahrheit werden wir hinterbliebenen "Pedalritter" wohl nie erfahren ...


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