Frankfurt am Main: Nordend. Wer im dicht bevölkerten Nordend einen Parkplatz sucht, weiß, dass das meist ein Geduldspiel ist. Es gibt zu wenige Parkplätze für zu viele Autos. Deshalb werden die Fahrzeuge häufig dort abgestellt, wo es eigentlich verboten ist. Und das ärgert natürlich die Fußgänger, da sie beispielsweise an Kreuzungen Slalom laufen müssen. Die Parksituation zumindest...
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99 Luftballons, nein 99 Stellplätze für eine Quartiersgarage
Nachdem wir gestern Abend die Sitzung des Ortsbeirates 3 besucht haben wurde uns bewusst, dass alles noch schlimmer kommen wird, als wir befürchtet haben. Wir, das sind das Ehepaar S., Frau B., Frau F., meine Mutter und ich. Uns allen ist die Gemeinsamkeit hier in der unteren Lortzingstrasse schon über 45 Jahre zu wohnen. Wir allen wollen nicht "das faule Ei" dieser Quartiersgarage. Die FAAG, die mit diesem Projekt beauftragt wurde, präsentierte auch dann die weitere Vorgehensweise, wobei mehr neue Fragen sich ergaben als alte geklärt wurden. Das Lüftungssystem wurde nicht näher beschrieben und die daraus resultierende Umweltbelastung, die möglichen, drohenden Schäden an den umliegenden Gebäuden durch die Bauarbeiten, inwieweit nach Vollendung des Projektes die Verkehrssituation sich wieder dramatisch verschlechtern wird, da durch den Bau der neuen Sporthalle noch mehr Vereine und Besucher ins Nordend strömen werden, dann soll ein neues Wohngebäude und eine Kita entstehen, wo die Kinder sich an die schlechte Luft voller Feinstaub und Abgase, die durch die Lüftung der Tiefgarage entweichen, gewöhnen dürfen. Wir werden ab nächsten Sommer für 18 Monate mit täglichen und womöglich auch samstags mit Baulärm genervt werden, von der verpesteten Luft ganz zu schweigen. Die Lebensqualität, für die das Nordend ja Paradebeispiel sein soll und für die die grüne Politik ja steht und bürgt, wird drastisch verschlechtert. Meine Mutter, Frau F., Frau B., das Ehepaar S. und all die anderen Anwohner in der Lortzingstrasse und in der Lenaustrasse, die nun über 70 Jahre alt sind und ewig hier leben, haben einen besseren Lebensabend verdient. Mein Vater, hat das alles schon geahnt und sich nicht mehr über das Kommende aufgeregt. Er ist letztes Jahr verstorben... Was mich maßlos wütend macht ist, dass die sogenannte, grüne Partei in Frankfurt, die für Natur und Leben steht, sich auf diesen faulen Kompromiss mit der CDU eingelassen hat.
Sie geht nicht nur über die Interessen der Anwohner, sie nimmt auch billigend neue Umweltverschmutzung und Umweltbelastung in Kauf. Stellvertretend für all das Schlechte der Grünen Politik im Nordend nenne ich nur, dass zwei wirklich tolle und alte Bäume sinnlos gefällt werden, aber der alte Metallzaun wieder neu aufgebaut wird. Wie weit ist man da von seinen eigenen Ursprüngen weg? Ich werde alles Legal Mögliche tun, um diese beiden Bäume vor ihrer Fällung(Hinrichtung)zu retten. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und aus den grünen Metallgehirnen wächst die Erinnerung an ihre ursprüngliche, naturbewusste Bestimmung.
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