Violinklasse von Marion Linse gibt kleines Konzert

Ein Kleinod der Violinmusik, vorgetragen von Schülerinnen der Geigenlehrerin Marion Linse, war am Freitag, den 24.Juni 2016 in der Aula der Edertalschule zu hören.

Gleich zu Beginn des kleinen Konzertes gab es eine Überraschung: Die elf jungen Streicherinnen hatten in ihren jeweiligen Unterrichtsstunden zusätzlich zwei kleine Stücke einstudiert, um sie dann als Auftakt des Abends zum ersten Mal zusammenzusetzen und gemeinsam zu spielen. Und die Premiere gelang: Das „Andante in C-Dur“ und das „Allegretto in C-Dur“ aus den „Six very easy pieces“ op. 22 von Edward Elgar klangen beeindruckend voll und strahlend.

Für die eingeladenen Familien und Freunde war es sicherlich nicht minder aufregend als für die Mädchen selbst. „Das Training für Auftritte ist der Auftritt selber“, so Marion Linse. So werden Nachwuchsmusiker auf das Spielen auf der Bühne zunächst vor einem kleinen Publikum vorbereitet und die Ergebnisse waren mehr als erstaunlich. Dem Ausbildungsstand entsprechend wurden kleine leichte Stücke und auch sehr Anspruchsvolleres vorgetragen.

Die jüngste Streicherin traute sich mit ihren acht Jahren und einem dreiviertel Jahr Unterricht, eine schlichte einfache Melodie zu spielen. Die älteren Mädchen sind bis zu vierzehn Jahre alt und haben zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren Unterricht. Sie wagten sich bereits an Auszüge aus Vivaldis Jahreszeiten, an Luigi Boccherinis berühmtes „Menuett A-Dur“, an Stücke von J.S. Bach und G.F. Händel und sogar an Oskar Riedings Concertino h-moll. Sie spielten allein oder wurden begleitet von ihrer Lehrerin am Klavier oder an der Geige. Besonders erfreulich ist die Förderung talentierten Nachwuchses für die Edertalschule: Zwei der jungen Violin-Schülerinnen hatten gerade die Aufnahmeprüfung ins große Jugendsinfonieorchester des Gymnasiums bestanden und trugen das dafür mit großem Fleiß eingeübte Stück nochmals vor.

Ganz gleich, ob der Geigenbogen mal knarzte, der Ton nicht ganz sauber gegriffen wurde oder ob der Saitenwechsel quietschte – das Ziel dieses kleinen Klassenmusizierens wurde mehr als übertroffen: Konzentriert und gewissenhaft zeigten die Mädchen, wie viel Zeit sie ins Üben investiert hatten. Jede hatte ihren „eigenen“ Auftritt, bei dem die anderen aufmerksam zuhörten. Alle zollten sich gegenseitig neidlose Anerkennung. „Die Mädchen haben bei ihren Proben super gespielt und wenn 60 bis 80 Prozent gelingen, ist das spitze“, so die stolze Marion Linse. In jeder Hinsicht waren die Leistungen aber hundertprozentig. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich eine einfühlsame und pädagogische Musikausbildung durch äußerst kompetente Lehrer der Frankenberger Musikschule einerseits und andererseits die Unterstützung der Nachwuchsförderung – auch durch das Elternhaus – auszeichnen.
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