Schulfest in der Wigand Gerstenberg Schule Frankenberg: Offizielle Einweihung der Ganztagsschule und Präsentation der Projektwochen-Ergebnisse am 5. April 2014

  Seit Beginn des laufenden Schuljahres 2013/2014 ist die Wigand-Gerstenberg-Schule Frankenberg Ganztagsschule im Profil 1. Am Samstag fand zum Abschluss der Projektwoche ein Schulfest statt, bei dem auch das neue Schulprofil nebst neuer Cafeteria offiziell eingeweiht wurde.

„Ganztagsschule – ist das was für uns? Das war unsere erste Frage, also haben wir uns nach Gesprächen mit dem Schulträger erst mal andere Ganztagsschulen angesehen,“ so Schulleiterin Christiane Lücke bei ihrer Ansprache vor zahlreichen Gästen. „Es folgten einerseits Gedankenaustausch innerhalb der Schule als auch die Bedarfsanalyse bei den Eltern, und trotz deren zum Teil noch verhaltenen ersten Rückmeldungen haben wir es angepackt.“

Was dann folgte, sei schier unglaublich gewesen, denn die angebotenen Arbeitsgemeinschaften seien in überwältigender Zahl angenommen worden, obwohl die benötigte Cafeteria erst drei Monate nach Beginn der Ganztagsbetreuung fertig gestellt werden konnte. Seither nimmt rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler am dreitägigen Ganztagsangebot teil, welches freiwillig ist, das Angebot eines warmen Mittagessens, viele verschiedene AGs und zum Beispiel eine Hausaufgabenbetreuung beinhaltet. „Es war viel Arbeit, aber es hat sich wirklich gelohnt!“, resümierte Lücke.

Landrat Dr. Reinhard Kubat brachte es seinerseits auf den Punkt: „Verlässliche Schule mit sinnvollen Lerninhalten, wo Kinder nicht nur „aufgehoben“ sind, sondern eine mit Werten und Inhalten gefüllte Schulzeit erleben: Das ist gut!“ Dass das Schulleben darüber hinaus mit kleinen und großen Schätzen gefüllt ist, nämlich mit begeisterungsfähigen und kreativen Kindern und kompetenten und hochmotivierten Lehrerinnen, zeigten die Ergebnisse der vorausgegangenen Projektwoche, in der die Kinder in ihrem Drang nach „Selbermachen“ und „Ausprobieren“ gefördert und gefordert wurden.

Während die einen das Fahrradfahren mit Hindernissen übten, grundlegende Verkehrsregeln lernten oder „Verkehrsplätzchen“ backten, lernten andere alles über Schnecken oder Indianer. Es wurden unter vielem anderen zum Beispiel Geschichten von „Findefuchs“, „Sams Wal“ und „Frederick und seinen Mäusefreunden“ gelesen, Füchse, Schnecken und Wale gebastelt, Mäuse-T-Shirts bemalt oder Lieder gesungen. Echte Weinbergschnecken lieferten sich Schneckenrennen.

Ein besonderer Schatz bot sich fast im Verborgenen: Während auf dem Schulhof bei Geschicklichkeitsspielen und Radfahr-Präsentationen und in der Cafeteria Hochbetrieb herrschten, hielten die beiden Freunde Linus Neuhaus und Tim Cedrik Dick (Klasse 3b) in ihrem Klassenraum einen Vortrag über die Geschehnisse rund um den Untergang der Titanic. Die beiden herzerfrischend unbekümmerten Jungen legten dabei ein derart fundiertes Wissen an den Tag und gaben dieses in einer Mischung aus Uni-Vorlesung und Kabarett-Stück im Dialog und derart perfekt aufeinander eingespielt wieder, dass man nicht glauben mochte, dass sie nur einen Tag dafür geübt und gebastelt hatten. Es flossen Tränen, nicht nur bei Klassenlehrerin Conni Lenz – vor Rührung und Lachen.


Hintergrund
In der neuen Cafeteria werden bisher pro Woche etwa 130 Essen ausgegeben. In der noch laufenden Testphase werden die Kinder immer wieder um Bewertung der neuen Gerichte gebeten, um den ständig wechselnden Menüplan den Vorlieben anzupassen und dennoch ausgewogene Ernährung anbieten zu können. Das Essen wird von der Anbieterfirma zu 70 Prozent fertig gegart und tiefgekühlt angeliefert und dann in der Schule von einer angestellten Küchenkraft schonend fertig gegart. Die Kinder essen in zwei Gruppen und bezahlen per Chipsystem. Beim Schulfest wurde vom Anbieter für die Gäste ein Gericht zum Testen angeboten, der Verkaufserlös kommt der Schule zugute.
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