Hauptstraße in Viermünden - Einst und Heute

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Gasthaus Thiele und Dorfstraße um 1932 (von links: unbekannt, Katharina Thiele/Rohde, Fritz Thiele senior, Elisabeth Küthe/Isgen, Fritz Thiele junior, unbekannt; im Fenster rechts: Karl Thiele).

Viermünden: Hauptstraße | Längst ist das Flair vergangener Zeit verschwunden. Einst liefen Gänse über die Hauptstraße vom idyllischen Örtchen Viermünden. Am Straßenrand standen Kutschen und Ladewagen. Stalltüren standen offen und ein strenger Geruch von der Miste am Hofrand lag in der Luft. So oder so ähnlich schien es gewesen zu sein, wie man dies leicht anhand der Aufnahme der Dorfstraße aus dem Jahr 1932 erkennen kann. Ein schönes Kopfsteinpflaster prägte das Straßenbild, auch Fachwerk und Backsteinbauten gab es zuhauf.

Ein Vergleich mit einer Aufnahme in einem ähnlichen Blickwinkel die 75 Jahre später fotografiert wurde, zeigt, dass dieses Ortsbild längst der Vergangenheit angehört. Zwar prägen noch immer Fachwerkbauten das Dorf, aber sie schwinden mit den Jahren. Die Neuzeit hat Einzug erhalten und in den vergangenen 15 bis 20 Jahren schneller den je. Selbst die neumodischen Traktoren aus den 70er und 80er, die das Ortsbild in meiner Jugend beherrschten, gehören der Vergangenheit an. Heute sind es riesige Landmaschinen, größer als ein LKW und davon nur noch wenige. Der Geruch von Tier und Mist ist verschwunden, sie wichen den Autoabgasen.

Wie wohl in 75 Jahren die Straße aussehen wird? Spekulieren könnte man, doch kommt es wahrscheinlich anders. Leben dann überhaupt noch Menschen in den schönen alten Fachwerkhäusern? Hat die Stadtflucht letztendlich zu vielen Geisterdörfern geführt? Gibt es überhaupt noch Fachwerkhäuser, oder sind diese der Moderne gewichen? Es bleibt abzuwarten...

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Birgit Leidinger aus Wetter am 03.01.2011 um 12:05 Uhr  
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Yannic Armand aus Frankenberg (Eder) am 03.01.2011 um 12:08 Uhr  
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