Frühlingskonzert 2015 der Wigand-Gerstenberg-Schule Frankenberg

  Draußen dominieren zur Zeit die Grüntöne mit bunten Farbklecksen. In der Turnhalle der WGS war es am Dienstagabend genauso: Das Frühlingskonzert der Wigand-Gerstenberg-Schule war so fröhlich und bunt wie der Frühling selbst.

Kein Frühling kann ohne das traditionelle Frühlingskonzert der Grundschule starten. Und wie immer hatten Musiklehrerin Heidi Müller und ihre Kolleginnen viel Tanz, Gesang und Spaß ins Programm gepackt. Zuerst stimmte die Tanz-AG unter der Leitung von Petra Schreiber die Zuschauer mit einem flotten Tanz zum bekannten Overtones-Song „Gambling Man“ ein. Vom ersten Takt an war klar, dass es Kindern nicht nur Spaß macht, rhythmisch und im Gleichschritt zu tanzen, sondern dass es ein großes Anliegen der Schule ist, durch Musik das Körpergefühl der Kinder zu schulen, ihre Sinne anzuregen und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern.

Dieses Ziel verfolgt auch die Chorarbeit von Heidi Müller, denn während die Kinder sich bewegen und singen, entwickeln sie ihre Fähigkeiten in Koordination und Konzentration weiter. An oberster Stelle steht dabei aber die Freude am Singen von „Willkommen im Frühling“ oder dem japanischen Frühlingslied „Haru ga kita“.

Die Instrumental-AG (Leitung Kerstin Schmidt) vertonte mit Orffschen Instrumenten die Geschichte „Die Igelfamilie“. Die Texte wurden von kleinen Solisten vorgetragen, die unbemerkt mit Mikrofon in der Hand in einen Niedlichkeits-Wettbewerb eintraten, den sie ausnahmslos alle gewannen.

Und während die Drittklässler sich mit „Der Winter ist vorüber“ auf den Frühling freuten, berichteten die Zweitklässler von einer stolzen Katze und vom Hundeblick, dem man nicht widerstehen kann. Die Viertklässler wandten sich klassischen Komponisten zu und stellen eine Verbindung zur heutigen Zeit her. Denn das traditionelle Kinderlied „Suse, liebe Suse“ hatten die Kinder in der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck wiedererkannt. Und nach der gesungenen „Kleinen Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart tanzten die Kinder zu Falkos legendärem „Rock me Amadeus“.

Zwischen den Gruppendarbietungen zeigten immer wieder junge Nachwuchsmusiker, was sie sich in ihrer Freizeit erarbeitet haben. Viele Kinder besuchen die Frankenberger Musikschule und lernen die unterschiedlichsten Instrumente. Die Weiterentwicklung wurde vor allem bei den Musikern deutlich, die schon seit mehreren Jahren bei jeden Konzert ein neues Stück beisteuern. Zum anderen gibt es immer wieder Überraschungen, zum Beispiel wenn ein Naturtalent wie Lina Seibel erst seit zwei Jahren Geige spielt und schon ein exzellent musiziertes Concertino aufführt. Und es war egal, ob sich ein Kind verspielte oder die Ansage für das nächste Stück atemlos oder etwas holprig vorgelesen wurde: Ihr Charme zauberte einem ein Dauerlächeln ins Gesicht, das sich durch nichts hätte steigern lassen können.

Von Kreativität und Einfallsreichtum zeugten nicht nur die Dekoration in der Halle, sondern auch die selbstgemachten Zylinderhüte und Mozart-Perücken auf den Köpfen der Kinder. Wie in jedem Jahr wurde wieder deutlich, wie großartig das musikpädagogische Potential der Wigand-Gerstenberg-Schule ist: Alle Kinder werden eingebunden und gefördert, sie singen auswendig, tanzen und spielen Instrumente – und sie lernen auch, wie man sich einen Applaus abholt. Und ebendiesen verdienten Applaus bekamen alle, Kinder wie Pädagogen.

Inspiriert vom Sprechkanon „Obstsalat“ über Früchtchen, die ebenso bunt sind wie die Tücher, die der Chor zu „Das ist Swing“ schwingen ließen, entließ Schulleiterin Christiane Lücke das Publikum nach über einer Stunde in einen warmen Frühlingsabend.
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