Der Act am Abend war Ten Years After.
Schön, dass sie nach 39 Jahren das versäumte Konzert nachholten.
Leider ist es so, dass ohne Alvin Lee das Salz fehlte.
Joe Gooch ist ein begnadeter Gitarrist, aber ersetzen kann er ihn nunmal nicht.
Und so wurden die vielen alten Nummern runtergespielt, schulmäßig, irgendwie fehlte eben die Prise Pfeffer.
Allein Lee Lyons war die treibende Kraft auf der Bühne und in seiner Gestalt zudem sehenswert, wie er seinen alten Bass malträtierte.
Ich hatte gehofft, ähnlich wie beim Auftritt von Taste im Jahr 2006, dass was neues spannendes zu hören sei.
So blieb halt nur die Erinnerung.
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Chris es ist traurig genug, dass ständig die Altvorderen zeigen müssen, was eigentlich Musik ist. Ich habe z.B. Saga verehrt, weil die alles von Hand gearbeitet haben, weil Michael Saddler als Sänger, Ian Crichton als Gitarrist und Steve Negus als Schlagzeuger das höchste an Perfektion boten, was ein Musiker sich vorstellen kann.
Ohne Saddler und Negus ist diese Band ein trauriger Abklatsch. So geht es mit vielen meiner Favoriten. Wenn ich mir "True" von Spandau Ballet anhöre, kriege ich Gänsehaut vor soviel Ausdruck in der Stimme.
Die heutigen Produktionen sind größtenteils Kaufhausbeschallung, jede Sequenz ist voraussehbar und in zwei Wochen so abgedroschen, dass man sich fragt, warum sie auf den Markt kam.
Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Wir können aber stolz darauf sein in einer Zeit groß geworden zu sein, wo man noch aus dem einzig wahren Grund Musik konsumierte: Der Musik wegen...
Ten Years After ist so ziemlich der beste Live Act, den es von der "Alten Garde" gibt. Wir haben die im Outback in Bad Arolsen gesehen, vor einer Handvoll Peoples haben die aber auch alles aus sich rausgeholt und jeden bis zum tiefsten Punkt zufrieden gestellt. Mein Sohn (20) steht übrigens auch auch TYA (und die Doors und J.Hendrix...)
Ten Years After ! ! ! ! !
Ralph, über Musik lässt sich mitnichten streiten, aber die alten Nummern sind auf Fehmarn runtergespult worden. Vielleicht lag es an der Tagesform, wie bei vielen großen der Musik ( z.B. Rory Gallagher ), ich glaube aber doch, dass Alvin mit seiner Schnoddrigkeit und seinem Publikumsspiel das Salz war....die Fassung von Love like a Man empfand ich schon als peinlich.
Das 50.000 miles beneath my brain war einfach nur schlecht.
Ich hatte gehofft, sie würden schöne neue Sachen spielen, immerhin ist Joe Gooch seit 2003 dabei.
Also lassen wir das streiten... Musik ist ja auch eine subjektive Empfindung.
Bei uns haben die Jungens gut gespielt und wir waren zufrieden.
sie haben hier das neue Album fast komplett gespielt und natürlich die alten Klassiker, etwa 2 1/2 Stunden lang...
Ich habe leider Alvin Lee nie Live gesehen, das kommt vielleicht auch noch hinzu.
Chris, diese Musik trifft mir in die Seele, den alten "Hippie", der ich bin.
Alvin Lee allerdings, da stimme ich zu, der fehlt dann schon. Habe dies auf dem lezten Auftritt der Gruppe auch so empfunden. Aber dann schaut man sich mal wieder "Goin home by halicopter" auf der Woodstock DVD an !!! :))
Chris, danke für Deinen Bericht - vielleicht nicht mehr so kreativ wie früher, aber immer noch ein Kracher. Leider geht es vielen guten, alten Bands so, das einer oder mehrere von den Führungsköpfen wechseln oder aufhören:
Aber trotzdem" Good morning little schoolgirl, The Hobbit , Help me und I'm going home " werden immer weiter leben.
Gruß Fred
Gestern "Ten Years After" in der Scheuer in Idstein-Wörsdorf gesehen. Kann Deine Eindrücke nur bestätigen Chris. Leo Lyons war auch unser Favorit und supersympathisch ist er noch dazu wie sich im Anschluß beim Smalltalk, Signieren und Fotoshooting herausstellte.
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