Mensch und Tier schätzen „falsche Oliven“: Das Schlehen-Feuer loderte schon in der Steinzeit

Schlehen sehen zwar appetitlich aus, sind aber erst nach dem ersten Frost zu genießen. Der saure-bittere Geschmack rührt von den in den Früchten enthaltenen Gerbstoffen her. Die werden zum größten Teil abgebaut, wenn das Thermometer unter den Gefrierpunkt fällt. (Foto: Pixabay)
Fred Feuerstein kannte sie schon, die ollen Römer und die alten Griechen machten sich ihre Heilkräfte zur Linderung diverser Wehwehchen und Krankheiten zunutze. Seit Hildegard von Bingen haben Schlehen auch in der deutschsprachigen Naturheilkunde einen festen Platz. Das gilt sowohl für die Früchte als auch für die Blüten. Man kann Marmelade oder Likör draus machen, Schnaps, Wein oder Hautöl. Hot Stuff!
Die „falschen Oliven“ haben es in sich, sind aber erst genießbar, wenn der erste Frost ihnen die Gerb- und Bitterstoffe ausgetrieben hat. Man kann diesen Prozess aber auch durch Frosten im Gefrierfach beschleunigen. Jetzt ist „Jagdsaison“. Aber das Abernten kann ob der stacheligen Zweige dieser wehrhaften Rosengewächsbüsche schmerzhaft sein.
„Bockbeerli“, wie man die Früchte auch nennt, stellen in erster Linie eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere dar. Für Vögel ebenso wie für Schmetterlinge und Bienen. Früher glaubten die Menschen, damit ließen sich Hexen vertreiben. Sie machten auch Tinte daraus oder rauchten das Zeugs als Tabakersatz. Dagegen schmecken aber selbst Gauloises und die Glimmstengel mit der rot(h)en Hand noch vergleichsweise dezent. Mehr dazu hier:
http://www.rotorman.de/schlehenfeuer-fred-feuerste...
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