Ein Satz mit X: Tote Hose an der Schwammerl-Front - Die Pilzsaison fällt dieses Jahr aus

In diesem Jahr muss man die Pilze im Wald mit der Lupe suchen. Auch dieser Maronenmöhrling entstammt besseren Jahren und ist kein Gewächs aus 2016. (Foto: Karl Dichtler/pixelio.de)
Von einer Pilzsaison kann in diesem Jahre keine Rede sein. Sie fällt aus. Die "Schwammerl" machen sich rar in Wald und Feld. Die Sammler packen sich an den (Dottergelben Schön-)Kopf, greifen ins Leere und gucken in die Röhre, aber nicht in die des Dickröhrlings, eine andere Bezeichnung für den "Gemeinen Steinpilz". Der ist insofern gemein, da er sich in diesem Herbst nicht blicken lässt – wie seine Artverwandten auch, ob die nun genießbar oder giftig sind. Narr-Hallimasch!
Das milde September-Wetter mit viel Sonne und wenig Regen hat die Fungi-Populationen ausgebremst. Sie halten sich bedeckt und bleiben im Verborgenen - unter der Erde. Was wir normalerweise von ihnen sehen und als Delikatesse schätzen, sind die Fruchtkörper, die der Fortpflanzung dienen. Da die äußeren Bedingungen mies sind, bleiben sie unter Tage und hoffen auf bessere.
Pilze sind übrigens weder Fisch noch Fleisch, gelten weder als Tiere noch als Pflanzen. Sie gehören zu dritten Domäne im Ordnungssystem der Lebewesen – der der Eukaryoten und existieren seit 1.200 Millionen Jahren auf der Erde. Deutschlandweit gibt es über 1400 bekannte Arten, aber allenfalls 40 davon sind essbar. Die trinkbare Variante schreibt sich mit "s" am Ende. Und davon gibt es mehr als genug. Prost!
Mehr zum Thema: http://www.rotorman.de/tote-hose-an-der-schwammerl...
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 24.10.2016 | 10:41  
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