Angezapft: „Moppelchen“ sind echte Anheizer, aber auch für die Deko, Salben und Likör verwen

Wie bei (vielen) Frauen: Das richtige Make-up ist die halbe Miete. Die „Kegel“ von Koniferen eignen sich hervorragend für Dekorationszwecke. Schon ein paar Farbtupfer genügen du sie machen was her. (Foto: Kathrin Geise/Pixelio.de)
Man nennt sie „Mugelchen“, „Moppelchen“, „Butzerl“ oder „Holzmichl“. „Bulkai“ und „Tannabätze“ sind weitere volkstümliche Bezeichnungen für die Fortpflanzungsorgane der Koniferen. Wir reden meist aber von Tannenzapfen, bei denen es sich in der Regel jedoch um Fichtenzapfen handelt. Denn die sind es, die am Boden herumliegen, während die Strobili der Tannen nicht in Gänze, sondern in Einzelteilen von den Ästen ihrer Bäume purzeln.
Die Nadelbaumfrüchte, auch die vom Kiefern, Lärchen, Zedern, Zirben oder Zypressen, sind echte Anheizer – für’s Feuer im Ofen. Ein paar Exemplare als Brandbeschleuniger gehen in Ordnung, aber zu viel davon ist auch nicht gut. Aufgrund ihres Harzgehaltes entwickeln die Dinger eine immense Hitze, was schon so manch einer von Gußeisen ummantelten Feuerstelle das Genick gebrochen hat. Und im Schornstein schlägt sich das Ganze dann als Glanzruß ab. Auch speichern die Zapfen in der Luft enthaltende Umweltgifte, die dann beim Verbrennen freigesetzt werden.
Aber für die Weihnachts-Deko sind sie ideal. Das ist wie bei den Damen. Ein paar Farbkleckser (etwas Make-up), und sie sehen zum Anbeißen aus. Aber schmecken tun sie bzw. die in ihnen enthaltenen Samen nur den Tieren. In unreifem Zustand lassen sich Salben gegen Erkältungskrankheiten oder Muskelkater daraus generieren, und aus denen der Tanne wird sogar Likör hergestellt, der aber vom Geschmack her gewöhnungsbedürftig ist. Aber sie sind noch zu mehr zu gebrauchen, also die Zapfen: http://www.rotorman.de/angezapft-mugelchen-und-mop...
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