Die schönste Nebensache der Welt: Rasante Kapriolen am Himmel über Ailertchen – Pfingsten, Flugsport und Geselligkeit

Seine Welt steht meistens Kopf: Toni Eichhorn serviert in Ailertchen Fläche an Fläche mit seinem “alten Herrn“ Formationskunstflug vom Feinsten. (Foto: Sven Vollert)
Mit einem Tag der offenen Tür mögen sich die Westerwälder Luftikusse erst gar nicht abgeben. Derer drei müssen es gleich und schon sein. Und so sind die Pfingstfeiertage, der vorgeschaltete Samstag inklusive, der schönsten Nebensache der Welt gewidmet – dem Fliegen. Genau das hoffen die Piloten des FSV „Glück Auf“ Ailertchen dann einer möglichst breiten Öffentlichkeit näher bringen zu können. Auf ihrem schönen, zwischen Dreifelder Weiher und Wiesensee gelegenen Verkehrslandeplatz im Herzen des Westerburger Landes machen die Luftsportler ausgiebig PR in eigener Sache. Die dreitägige Veranstaltung ist als Event für die ganze Familie konzipiert. Alt und Jung dürften auf ihre Kosten kommen.
„Ready for Take-off heißt es am Samstag um 13 Uhr, an den beiden Folgetagen jeweils ab 11 Uhr. Abgesehen von einem reichhaltigen kulinarischen Angebot, das bei solchen Anlässen zur Selbstverständlichkeit gehört, bieten die Gastgeber natürlich ein spannendes Flugprogramm. Dafür haben sie sich auch der Unterstützung von zwei der ganz Großen aus der Szene versichert: Walter und Toni Eichhorn. Die beiden Bad Camberger bilden zusammen eines der besten Kunstflugformations-Teams in Europa. Wenn Vater und Sohn mit ihren schnittigen Extras 330-LT durch die Luft pesen, brennt der Himmel. Und etwas Nostalgie muss natürlich auch sein. Die gute, olle T-6, von der sich „Vadder“ Eichhorn niemals trennen mag, und sei die neue „Hardware“ ihr noch so überlegen, hat am Sonntag und Montag ebenfalls Ausgang. Der Sound, den der 600 PS starke Sternmotor der 1942 gebauten D-FHGK fabriziert, ist unverwechselbar.
Reiner Meutsch, Rundfunkmoderator, Abenteurer und Präsident des weltumspannenden Hilfswerkes „Fly&Help“, ist ebenfalls mit von der luftigen Partie und dürfte gehörig ins Rotieren kommen. Mit seinem schnuckeligen Hubschrauber, einem Robinson R 44, unternimmt der Mann Rundflüge, um seinen Kabinengästen die Schönheit der Region von oben zu zeigen. Drei Passagiere passen in die Kanzel der weißen „Möhrenraspel“ hinein. Den Erlös aus dem Verkauf der Bordkarten investiert Meutsch dann wieder in seine zahlreichen, über den ganzen Globus verteilten Hilfs- und Sozialprojekte.
Wem der Sinn nach etwas Nervenkitzel mit Adrenalineinschub steht, bitteschön: Eine halbe Rolle, und die ganze Welt steht Kopf. So können Wagemutige, so sie sich das zutrauen und über einen stabilen Magen verfügen, an allen drei Tagen ein veritables Segelkunstflugprogramm absolvieren – als Passagier natürlich nur. Pedale und Steuerknüppel bedient ein anderer. Und zwar jemand, der diese Königsdisziplin dieser motorlosen Luftsportdisziplin wirklich beherrscht. Darüber hinaus gibt e rasante Modellflugvorführungen sowie „normale“ Rundflüge in Segel- und Motormaschinen – immer schön brav geradeaus. Der Eintritt ist frei.
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