25 Jahre Motorradclub: Hirzenhains Moto-Biker sind in der Region verwurzelt und in ganz Europa zu Hause

Viel los „uff de Gass‘“: Die traditionellen Saisoneröffnungsfahrten des Hirzenhainer Motorradclubs locken jeweils Biker aus dem gesamten Lahn-Dill-Gebiet und darüber hinaus ins Höhendorf. Am kommenden Sonntag (3. Mai) steigen die motorisierten Zweiradfreunde wieder auf ihre „Feuerstühle“. (Foto: Detlef Krentscher)
Sie sind in ganz Europa zu Hause, temporär zumindest. Ob Spanien oder Skandinavien, Portugal oder Frankreich, Italien oder Österreich, die Wahrscheinlichkeit, dass die Feuerstühle mit dem LDK-Kennzeichen aus Hirzenhain kommen, ist so klein nicht. Zumindest dann , wenn die BMW‘s, Hondas, Yamahas, Triumphs und Suzukis sie im Pulk heranbrummen. Mitglieder des hiesigen MC zieht es seit einem Vierteljahrhundert in die Ferne, wobei sie aber auch die Reize und Schönheiten der hiesigen Region durchaus zu schätzen wissen.
Es gibt weder Kutten, noch irgendeinen fragwürdigen Ehrenkodex, geschwiege denn suspekte, kryptische Rituale. Der Spaß an der Freud, auf zwei Rädern über Land zu cruisen, steht im Vordergrund, ebenso die Geselligkeit, das Gemeinschaftsgefühl und die Selbstverpflichtung zum sozialen Engagement. Die Jungs (und Mädels) sind fester Bestandteil der dörflichen Gemeinschaft. Eine Verzahnung, die in mannigfaltigen Aktionen ihren Niederschlag findet.
Da sind zum Beispiel die traditionellen Saisonauftakt-Fahrten, von denen die nächste am 3. Mai ansteht. Start: 13 Uhr vor dem Clubheim in der Bachstraße. Ziel: der hohe Westerwald. Ausflüge, an denen jeweils auch Biker aus vielen anderen Gemeinden oder solche aus HiHai, die nicht in diesem Verein organisiert sind, teilnehmen. Und da sind die „kultigen“ Nikolaus-Bescherungen, während denen sich die Zweirad-Fans in Rauschebärte verwandeln, ihre Lederklamotten gegen die roten Mäntel von Ruprecht und Co eintauschen und die Kinder des Ortes mit Geschenken beglücken. Die Präsente werden, so die Spielregeln, vorher von den Eltern zusammengestellt. Den Abschluss bildet dann jeweils ein zünftiges kleines Volksfest in der Ortsmitte mit Glühwein und Bratwüsten. Auch der zünftige Bayerische Frühschoppen mit Weißwurst und Brezeln Ende April hat sich auf dem Veranstaltungskalender des Ortes längst fest etabliert.
Tages, Wochenend- und einmal pro Jahr grenzüberschreitende Ausflugsfahrten in internationale Gewässer sind, und das ist man der Leidenschaft für „heiße Öfen“ schuldig, fester Bestandteil des Programms. Und das Clubheim in der Bachstraße hat sich inzwischen längst zu einem beliebten Treffpunkt auch für Fußgänger gemausert. In der rustikalen, bewirtschafteten Stätte lässt es sich Freitagsabends gemütlich klönen.
2015 nun steht das 25jährige Jubiläum des 75 Mitglieder starken Motorradclubs in die Garage, pardon, ins Haus. Ein Ereignis, das Vorsitzender Ulrich Kunz und seine Freunde mit der Bevölkerung entsprechend feiern möchten. Und zwar gleich zwei Tage lang, am 6. und 7. Juni. Unter anderem ist auch eine große Ausstellung mit historischen und modernen Krädern geplant.
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