Liebeszauber - Auf den Spuren von Goethe

Eine kleine verwunschene Eingangstür
Zu Fuß soll er seine Freundin Charlotte von Stein in Kochberg besucht haben, oft aber auch zu Pferde, der Meister des Wortes, Johann Wolfgang von Goethe.
Was wirklich war, ob sie wirklich ein Liebespaar waren oder ob alles nur platonisch war, wer weiß das schon so genau. Viel wurde über die Beziehung von Charlotte von Stein und Johann Wolfgang von Goethe spekuliert und geschrieben und keiner war wirklich dabei. Sicher, es gingen Zettelchen und Briefe hin und her und wahr ist auch, dass sie sich oft hier getroffen haben, hier in Kochberg, auf dem damaligen Landgut der Steins. Oft offiziell, in den Räumen des Hauses im Kreise der Familie Stein, manchmal wohl auch heimlich, hier im Park.
Die alten Bäume, mit ihren wuchtigen Stämmen und ihrem üppigen Blattwerk, die heute an sonnigen Sommertagen wohltuend Schatten spenden, sie könnten uns erzählen, wie es wirklich war, wenn sie könnten: Ob Wolfgang Charlotte liebevoll in seinem Reisemantel eingehüllt hat und sie zärtlich küsste, ob er ihr durch das dichte schwarze Haar fuhr - Romantiker lassen sich gern von diesen Vorstellungen gefangen nehmen.
Das Schloss Großkochberg, wie gesagt einstiges Landgut der Steins, ist heute ein beliebter Ausflugsort und das kleine Liebhabertheater, besonders für Kunstliebhaber, ein gern besuchter Ort.
Auch in den Räumen des Schlosses lässt es sich gut träumen: Von Konzerten und Geselligkeiten zu Zeiten, wo das Wort und die Musik hoch im Kurs standen.
Doch es gab auch eine andere Seite, so ein Landgut musste bestellt werden und es waren viele Arbeiten notwendig, um reichliche Erträge erzielen zu können.
Auch heute bedarf es viel Arbeit, um das Anwesen in Ordnung zu halten und um Schäden zu beheben, die im Laufe der Jahrzehnte am Gemäuer entstanden waren. Derzeit ist man damit beschäftigt Unwetterschäden zu beseitigen, doch Romantiker stört das gar nicht, sie sitzen trotzdem auf den Bänken, lauschen dem Gesang der Vögel, lassen sich streicheln vom Wind und genießen die Blumenpracht. Vielleicht kommt der eine oder andere Besucher dabei nicht nur ins Träumen, sondern entdeckt sogar eine kleine lyrische Ader in sich. Irgendwie schwebt ja doch über allem, so ein Hauch von Liebeszauber und man glaubt mitunter, einen Seufzer zu hören.
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2 Kommentare
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Walter Schönheit aus Gräfenthal | 03.09.2016 | 15:19  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 29.09.2016 | 17:42  
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