Rentner geht zunächst Trickbetrüger auf dem Leim - Hohe Geldsummen ausgehändigt

Symbolbild
In der Wohnung eines Rentners in Krummennaab (Landkreis Tirschenreuth) klickten am Montag die Handschellen für einen Trickbetrüger. Der 37-jährige Täter, der als reisender Händler auftrat, war bereits vor Wochen bei dem 73-jährigen Geschädigten an der Wohnung aufgetaucht und hatte dem Senior zwei Steppdecken verkauft.

Zwei Wochen später erschien die Person wieder und offerierte Messer. Auch hier kam es zu einem Kauf. Bei diesen Verkaufsgesprächen versuchte der Täter zu dem 73-jährigen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und über die Vermögensverhältnisse Erkenntnisse zu erlangen.

Nach weiteren telefonischen Kontakten täuschte er dann eine finanzielle Notsituation vor. Nach anfänglicher Ablehnung ließ sich der Rentner aber dazu überreden einen unteren vierstelligen Eurobetrag auszuhändigen. Der Trickbetrüger bekam offensichtlich nicht genug und versuchte wenige Tage später eine weitere
Summe zu erlangen.

Rentner verständigte Polizei

Als am Montag der Betrüger abermals in der Wohnung des Geschädigten zu
einer weiteren Geldübergabe erschien, hatte der Rentner bereits die Polizei verständigt. Zwei Polizeibeamte nahmen den 37-jährigen fest. Mittlerweile sitzt er in einer JVA in Untersuchungshaft.

Wie weiterführende Ermittlungen ergaben, trat der Festgenommene bereits in den
Sommermonaten 2014 im Gemeindebereich Kemnath in gleicher Weise auf. Auch in diesem Fall wurde ein Senior in betrügerischer Weise um einen unteren fünfstelligen Eurobetrag gebracht.

Gibt es weitere Fälle ?


Nachdem es nun im Bereich der Polizei Kemnath in wenigen Monaten zweimal zu diesen Betrugsfällen gegenüber Senioren kam, werden weitere Taten im hiesigen Bereich, aber auch in den angrenzenden Landkreisen nicht ausgeschlossen. Wie die beiden aufgeklärten Fälle zeigen, verstand es der Täter sehr gut die Senioren soweit zu beeinflussen, dass sie bereitwillig höhere Geldbeträge aushändigten. Vorhandene Geschädigte sollten sich auf jeden Fall mit ihrer zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung setzen und die Taten zur Anzeige bringen.
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