20 Jahre Bierbrauen in der Kreisheimatstube – Museumsfest am 15. Mai

Seit 20 Jahren wird in der Historischen Hausbrauerei der Kreisheimat-stube Stoffenried von Braumeister Siegbert Wieser Bier gebraut. Am 15. Mai wird daher ein Museumsfest gefeiert, gebraut wird an diesem Tag aber nicht.

Ellzee: Kreisheimatstube Stoffenried | Am Sonntag, 15. Mai 2011 findet in der Kreisheimatstube Stoffenried von 11 bis 17 Uhr ein Museumsfest anlässlich des 20jährigen Bestehens der Historischen Hausbrauerei statt.

Kreisheimatpflegerin Barbara Mettenleiter-Strobel hat mit Braumeister Siegbert Wieser und ihrem Team eine kleine Ausstellung „rund um´s Bier“, Vorführungen alter Handwerkstechniken (Schusterwerkstatt, Seegrasschuhe) sowie verschiedene Aktionen für Kinder (Geschicklichkeitsspiele, Filzen von Bierdeckeln, Schnitzen auf der Schnitzelbank, usw.) vorbereitet.
Außerdem wird ein Film zu sehen sein, wie in Stoffenried mit historischen Gerätschaften Bier gebraut wird.
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt und zur Unterhaltung spielen die Unterillertaler Musikanten auf.

Ziemlich genau vor 20 Jahren, am 5. Mai 1991, wurde bei der Einweihung des Neher-Bader-Hauses vom gelernten Braumeister Siegbert Wieser der erste Sud Bier gebraut.
Installiert wurde die Hausbrauerei, die von Karl Schlosser aus Hilbertshausen stammt, vom damaligen Museumswart Sigmund Wieser. Auch aus anderen nicht mehr benutzten privaten Hausbrauereien – wie z.B. der von Georg Kling aus Sausenthal – hat er Teile für die Einrichtung der Historischen Hausbrauerei zusammengetragen. Die Privatbrauerei Schmid aus Biberach stand mit Rat und Tat bei der Installation und den Vorbereitungen zur Seite. Die Besucher können beim Museumsfest die Brauerei natürlich auch besichtigen, gebraut wird an diesem Tag allerdings nicht.

Seit der Eröffnung wird nun zwei- bis dreimal im Jahr öffentlich gebraut. Die Gäste können miterleben, wie aus heimischen Rohstoffen mit einfachen Mitteln der naturtrübe Gerstensaft hergestellt wird, und welche Mühe und welcher Aufwand damit verbunden waren. So vergehen vom Anheizen des Braukessels und Einmaischen bis zum „Ausschlagen“ der „Würze“ auf das Kühlschiff ca. acht Stunden. Aber der Aufwand lohnt sich, wie der Genuss eines Heimatstubenbieres beweist.

Hier einige allgemeine Informationen zur Geschichte der Kreisheimatstube mit ihren Vorführungen und Veranstaltungen:

Am 6. Oktober 1984 wurde die Kreisheimatstube Stoffenried eröffnet. Damals gehörten lediglich die Sölde aus Oberwiesenbach und das ehemalige „Pfründhäusel“ aus Hohenraunau dazu. Der Initiative des damaligen Landrats und Bezirkstagspräsidenten, Dr. Georg Simnacher, ist es zu verdanken, dass die Gebäude nach Stoffenried versetzt und dort erhalten werden konnten.


In der Sölde, einer ehemaligen Nebenerwerbslandwirtschaft um 1880, sind neben vollständig eingerichteten Stuben und Kammern auch ein Stall und ein Stadel mit landwirtschaft-lichen Geräten zu sehen.

Im ehemaligen „Pfründhäusel“, erbaut 1798, sind eine kleine Schusterwerkstatt und eine winzige Seilerwerkstatt eingerichtet.

1991 wurde die Seilerbahn aus Langenhaslach nach Stoffenried in den Garten der Kreisheimatstube versetzt. Hier sind Geräte zur Flachs- und Hanfbearbeitung ausgestellt.

Zum Neher-Bader-Anwesen gehört auch ein Austragshäusle, das sogenannte „Baders-Stüble“ (Zustand um 1935), in dem es neben Stube, Küche und Schlafzimmer auch eine Bürsten- und Besenbinderwerkstatt zu sehen gibt.

Sämtliche Gebäude können natürlich beim Museumsfest besichtigt werden. Außerdem werden Führungen angeboten.

Informationen: Tel. 08221/95 158 oder 08283/2131.

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