Im Ostalbkreis werden Ausgrabungen am Ipf bei Bopfingen (Unterburg des keltischen Fürstensitzes und Schnitt durch den äußeren Wall), in Aalen-Wasseralfingen (hallstattzeitliche Grabhügelgruppe im Appenwang). in Kirchheim am Ries und Riesbürg-Goldburghausen (Trasse der Ethylen-Pipeline mit keltischem Rechteckhof und weiteren Fundstellen) und in Lauchheim (römische Gebäudereste beim 1992 entdeckten Kleinkastell auf dem Galgenberg) beschrieben.
Auf die Archäologie der Alamannen entfallen zehn der Beiträge, besonders erwähnenswert sind hier die Fortsetzung der Grabungen in der frühalamannischen Siedlung in der Flur "Fürsamen" in Heidenheim-Schnaitheim, mit 3,6 Hektar erforschter Fläche die größte ihrer Art, sowie der Nachweis frühmittelalterlicher Grabräuber im Alamannenfriedhof von Pattonville bei Remseck. Ebenfalls bereits in dem Band ausführlich behandelt wird die erst seit kurzem bekannte altsteinzeitliche Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers, die im September 2008 im Hohlen Stein bei Schelkingen zutage kam, höchstwahrscheinlich das älteste Musikinstrument weltweit.
Das 306-seitige Buch mit zahlreichen farbigen Fotos, Plänen und Zeichnungen ist im Konrad Theiss Verlag erschienen und kann ab sofort zum Preis von 21,90 Euro im Alamannenmuseum erworben werden. Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 oder im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.
Foto: Im Museumsshop des Ellwanger Alamannenmuseums ist ab sofort das neue Jahrbuch "Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2008" erhältlich. Das Titelbild ziert die altsteinzeitliche Venus-Statuette aus Mammut-Elfenbein, die im September 2008 im Hohlen Stein bei Schelkingen gefunden wurde und deren Alter mit 31.000 bis 40.000 Jahren anzusetzen ist, außerdem eine byzantinische Bronzekanne aus dem Alamannenfriedhof von Pattonville bei Remseck, deren nächst gelegene Parallele 1883 in Pfahlheim bei Ellwangen gefunden wurde (Foto: Museum).








