3.500 Besucher in der Ellwanger Ausstellung „Schätze aus Hessigheims Boden“

Goldener Schmuckanhänger aus einem alamannischen Frauengrab von Hessigheim, Kreis Ludwigsburg. Im selben Grab fand sich das kirchenförmige Kästchen als Beigabe (Foto: LAD/Mühleis).

Ellwangen: Alamannenmuseum Ellwangen | Bereits 3.500 Besucher sind in der seit 10. Mai im Alamannenmuseum in Ellwangen zu sehenden Sonderausstellung „Schätze aus Hessigheims Boden – Das Gräberfeld im ‚Muckenloch‘“ gezählt worden. Konzipiert wurde die Ausstellung von dem Archäologen Dr. Ingo Stork und der Diplomrestauratorin Nicole Ebinger-Rist vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Gezeigt werden dort spektakuläre Funde aus einem alamannisch-fränkischen Gräberfeld von Hessigheim am Neckar bei Ludwigsburg.

Die 2006 begonnenen Ausgrabungen in Hessigheim wurden Ende 2007 abgeschlossen. Im Anschluss daran erfolgte eine aufwändige Restaurierung und Konservierung wesentlicher Stücke durch die Fachleute. In der Ausstellung werden rund 100 der gut 5.000 Einzelfunde aus der Flur Muckenloch ausgestellt. Zu den Spitzenstücken zählen ein mit Beinplättchen beschlagenes Reliquienkästchen in Form einer Kirche sowie ein eiserner Klappstuhl, das Statussymbol einer sehr reichen Frau.

Die Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Alamannenmuseum Ellwangen ist noch bis 25. Oktober in Ellwangen zu sehen. Am 4. Oktober wird um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung angeboten. Am 11. Oktober folgt um 15 Uhr ein Vortrag von Dr. Ingo Stork vom Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen mit dem Titel: „Mit Klappstuhl und Beinkästchen – Gräber fränkischer Eliten aus Hessigheim“.

Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 oder im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.

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