Eine sinnvolle Projektidee

Strahlende Gesichter bei der Flyerübergabe im Meitinger Rathaus v.l.n.r.: Konrektorin Rosmarie Gumpp, Referendarin Ines Wippel, die Initiatorin dieser Idee, die beteiligten Schülerinnen und Schüler, Rathauschef Dr. Michael Higl und Förderlehrerin Viktoria Lehenberger.
Alles neu und fremd?
Schüler gestalten eine erste Orientierungshilfe von Immigranten für Immigranten
Meitingen: rogu
Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Meitingen, die selbst über einen Migrationshintergrund verfügen und derzeit die deutsche Sprache erlernen, erstellten unter Federführung von Lehrerin Ines Wippel einen Flyer. Bereits im vergangenen Schuljahr informierte sich die Lerngruppe vor Ort und erinnerte sich an ihre eigene Anfangszeit in Meitingen zurück. Welchen Wortschatz brauche ich zu Beginn? Wo befindet sich der nächste Supermarkt? Wie gelange ich zum Arzt/Zahnarzt? Fragen wie diese oder ähnliche bildeten die Grundlage des Faltblattes, das durch selbst erstellte Fotoaufnahmen und die Lokalisierung der Geschäfte von den Lernenden eigenständig erweitert wurde. Diese Recherchearbeiten hatte für die Schülerschaft gleichzeitig den Vorteil, dass auch sie Meitingen besser kennenlernen konnten. Lediglich beim finalen Layout war eine professionelle Unterstützung notwendig. Während die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassenverbänden an der Mittelschule Meitingen die deutsche Sprache „nebenbei“ lernen, fokussiert der angebotene DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) über das Simulieren von Kommunikationsanlässen und Realbegegnungen auch auf spezifische grammatische Themenbereiche. Mit ihrem Flyer wollen die 10 Jungen und Mädchen, unter ihnen auch einige Asylbewerberinnen, anderen Migranten helfen, sich in ihrer neuen Heimat Meitingen und Umgebung rascher wohlzufühlen und sich zurechtzufinden. Mächtig stolz waren die jungen „Autoren“ mit ihrer Lehrerin Ines Wippel, als sie ihr „Produkt“ Meitingens Bürgermeister Dr. Michael Higl vorstellten und überreichten. „Ich gratuliere euch zu dieser Arbeit. Ihr helft hier fremden Menschen, damit sie sich schneller orientieren können“. Der Rathauschef versprach auch, die erstellten Flyer an den entsprechenden Personenkreis weiterzugeben. Ines Wippel arbeitete im Rahmen ihrer Seminararbeit an diesem einzigartigen Projekt. „Das Besondere an unserem Projekt war, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem von ihnen entwickelten Flyer einen positiven Beitrag zur Integration von hilfesuchenden Menschen in unsere Heimat geleistet haben und dabei selbst eine Menge lernen konnten. So haben Schüler und Asylsuchende wechselseitig voneinander profitiert. Das war ein Stück gelebte Integration“ , freut sich die engagierte Referendarin.
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3 Kommentare
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 02.11.2015 | 12:31  
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Basti S. aus Aystetten | 02.11.2015 | 14:30  
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Werner Szramka aus Lehrte | 02.11.2015 | 15:05  
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