4 wichtige Fragen zur aktuellen Stromtrassendiskussion

4 Fragen wurden an die Sprecherin Anita Dieminger von der BI Megatrasse-VG-Nordendorf gestellt:

Frage 1:
Wie schätzen Sie allgemein das ein, was neuerdings im Gespräch ist, dass die Mega-Stromtrasse nicht mehr in Meitingen, sondern in Gundremmigen enden soll?


Antwort:
Für mich zählt immer noch was im Bundesgesetz steht, nämlich die Trasse Bad Lauchstädt - Meitingen. Die neue Trassenverlagerung ist lediglich ein Vorschlag, nicht wie viele meinen eine endgültige Änderung. Es ist auch eigentlich unerheblich, ob die Trasse von A nach B ,oder von C nach D verläuft. Die Notwendigkeit wurde in keinem Fall von unabhängiger Seite nachgewiesen. Renomierte Witschaftsexperten bestätigen immer wieder, daß diese Trassen nicht gebraucht werden.

Frage 2:
Was würde die Veränderung aus Ihrer Sicht (möglicherweise) für Ihre Heimatgemeinde/VG Nordendorf bedeuten?

Antwort:
Es bedeutet, daß wir uns jetzt erst recht solidarisch zeigen werden.
Denn was wir nicht wollen, muten wir auch keinem Anderen zu.
Daher können die "neuen Betroffenen" auf unsere volle Unterstützung zählen.

Frage 3:
Was würde eine neue Trassenführung für die Arbeit Ihrer Bürgerinitiative bedeuten?

Antwort:
Für uns ändert sich nichts. Der Informationsbedarf bei den Bürgern ist aufgrund einer schlechten Informationspolitik groß. Daher werden wir weiterhin mit Bürgern/Politikern/Betrieben sprechen, damit diese sich eine ehrliche Meinung bilden können. Am kommenden Montag fahren wir gemeinsam mit den umliegenden Bürgerinitiativen nach München zu einem Gespräch mit Frau Aigner. Auch werden wieder Aktionen stattfinden, an denen sich jeder beteiligen kann.

Frage 4:
Welche alternativen Überlegungen in Sachen Stromversorgung der Region befürworten Sie/Ihre Initiative?

Antwort:
Grundsätzlich befürworten wir eine möglichst dezentrale Stromversorgung aus einem breiten Mix an versch. regenerativen Energien. Es sollte aber auch über das Thema "Strom sparen" nachgedacht werden und dabei meine ich nicht nur im privaten Bereich.
Es kann nicht sein, daß Stromverschwender mit günstigen Tarifen "belohnt" werden.
Meiner Meinung nach müßte ein Anreiz für diejenigen geschaffen werden, die Energiewende vorleben und Strom einsparen-solche Betriebe/Kommunen/Bürger gibt es und diese sollten gefördert werden (dabei meine ich nicht, daß man Abends im Dunkeln sitzt). Der beste Strom ist der, der gar nicht erst verbraucht wird!
Die 20 Milliarden Euro, die für die Stromtrassen veranschlagt wurden, sollten für eine echte Bürgerenergiewende eingesetzt werden. Stromspeicher und Power to Gas sind da nur zwei Schlagwörter. Wenn man schon solche Summen investiert, dann sollte man langfristig denken und das schließt unseren Klimawandel in vollem Umfang mit ein. Stromtrassen werden nicht zur Verminderung der CO2-Werte beitragen, denn durch sie wird Kohle- und Atomstrom über das "Transitnetz Deutschland" in andere Länder fließen. Die Investoren erhalten für den Trassenbau 9,02%- jeder Bundesbürger wird über das Netzentgeld dafür zur Kasse gebeten werden. Wenn schon Kosten entstehen, dann möchte ich auch, daß sie zukunftsorientiert eingesetzt werden. Energiewende bedeutet nicht alles beim Alten lassen, sondern neue Wege gehen.
Jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten!
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Hans-Joachim Zeller aus Marburg | 08.11.2014 | 00:02  
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