Konzert in Ellgau wird zum "Böhmischen Traum"

Böhmische Musik mit Herzblut
 
Ehrungen verdienter Musiker
Ellgau: Mehrzweckhalle | Ein gelungener Konzertabend sollte unterhaltsam, lustig und kurzweilig sein. Dies gelang dem Musikverein Ellgau beim 2. Böhmischen Konzertabend. Mit „Blasmusik vom Feinsten“ und witzig vorgetragenen Mundartgedichten der Heimatdichterin Rosy Lutz wurde es für das Publikum ein unvergesslicher Abend.

Mit dem Marsch „Gruß an Böhmen“ starteten die Ellgauer Musikanten unter der Leitung von Manfred Braun in den Abend. Der erste Vorsitzende Georg Zwerger freute sich, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt sind und meinte scherzhaft: „Sie haben Wort gehalten, uns wieder zu besuchen und dies freut uns sehr.“

Schwungvoll ging es weiter mit der Polka „B wie böhmisch“.
Weiche Klänge, lange Phrasen und eine abwechslungsreiche Dynamik zeichnet die Böhmische Blasmusik aus, was von den Ellgauer Musikanten bei den Polkas „Licht und Schatten“ von Guido Henn und „Augenblicke“ von Martin Scharnagl mit Bravour umgesetzt wurde. Auch Stücke von Alexander Pfluger, wie der Konzertmarsch „Abel Tasman“ und „Der Egerländer Traum“ durften im Programm nicht fehlen.
„Mit dem Herzen spielen“, war die Devise des Dirigenten Manfred Braun an die Musiker, was sie mit den Stücken „Herzblut“ und „Aus ganzen Herzen Blasmusik“ von den Scherzachtaler Musikanten perfekt meisterten.
Flinke Klarinetten und einen guten Flügelhorn- und Ternorhornsatz ist die Voraussetzung für eine anspruchsvolle böhmische Blasmusik, dies konnten die Musiker bei dem „Südböhmischen Landler“ von Ladislav Kubes und dem „Böhmischen Geburtstagsgruß“ unter Beweis stellen.

Heimatdichterin führt durchs Programm

Eine besonderer Höhepunkt war die Heimatdichterin Rosy Lutz mit ihren Mundartgedichten. Mit viel Witz und Charme führte sie durch das Programm und strapazierte dabei kräftig die Lachmuskeln. Wer kennt sie nicht, die Waschmaschine, die immer die Socken frisst oder den Ehemann, der plötzlich zum Beifahrer wird und alles besser weiß. Auch ein Tattoo in jungen Jahren sollte gut überlegt sein, denn wie sieht es im Alter aus….?

Für den gelungenen Abend und der hervorragenden Leistung der Musiker bedankte sich das begeistere Publikum mit anhaltendem Applaus. Erst nach mehreren Zugaben wie die „Katharinen-Polka“ und dem „Böhmischen Traum“ wurden die Musikanten von der Bühne entlassen. Der Erlös aus dem Konzert kommt der Jugendarbeit zugute.

Verdiente Musiker werden ausgezeichnet

Der Böhmischen Konzertabend wurden zum Anlass genommen aktive Musiker für Ihre besonderen Leistungen zu ehren.
Die Ehrungen übernahm die Vorsitzende des Allgäu Schwäbischen Musikbundes Bezirk 15, Angela Ehinger.
Für 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Sebastian und Andreas Koch das Ehrenzeichen in Bronze. Mit dem Ehrenzeichen in Gold wurde Klaus Häusler für 25 Jahre ausgezeichnet. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde der 2. Vorstand Hans Ender mit der Ehrennadel in Diamant geehrt. Das Ehrenzeichen in Diamant am Bande erhielten Georg und Rudolf Schafnitzel für 50 Jahre aktiver Mitgliedschaft. „Ein halbes Jahrhundert treue zur Musik ist wirklich eine Leistung und man könnte darüber schon ein Buch schreiben, so der Vorsitzende Georg Zwerger. Er bedankte sich bei den Geehrten für ihre Arbeit und wertvolle Stütze für den Verein.
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