"Schach...matt" - ökumenischer Kreuzweg der Jugend in Augsburg und Nordendorf

Szenenfoto im Garten der evangelischen Barfüßerkirche in Augsburg.
 
Szenenfoto.
"Schach...matt" hinterließ beeindruckende Bilder
Kreuzweg der Jugend in Augsburg und Nordendorf in Szene gesetzt

Von Rosmarie Gumpp
Nordendorf: Pfarrer Franz Walden lobt die Souveränität "seiner" Darsteller, die den diesjährigen Kreuzweg der Jugend in Augsburg und am Palmsonntag in Nordendorf gekonnt in Szene gesetzt haben. Unter dem Titel "Schach...matt" zeigten die jugendlichen Akteure verschiedene Szenen aus dem Leben und Leiden Jesu Christi. Die Kinder und Jugendlichen - manche von ihnen sind schon seit mehreren Jahren dabei - agierten überzeugend und glaubwürdig. Ihre übernommenen Rollen spielten sie mit professioneller Distanz. Das Dabeisein ist für sie sehr wichtig und sie freuen sich schon auf den nächsten Kreuzweg im Jahre 2016. Pfarrer Franz Walden, verantwortlicher Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf, zeichnet als Autor und Regisseur verantwortlich. Im diesjährigen Kreuzweg der Jugend ging es darum, dass um Jesus ein Machtspiel entsteht - Judas Iskariot muss ihn aus diesem Spiel hinausdrängen. Und etwas ganz Besonderes gab es bei diesem Kreuzweg der Jugend: Die Darsteller zeigten "Schach...matt" nicht nur am Palmsonntag in Nordendorf, sondern wagten sich mit ihrem Kreuzweg auf die große Bühne der Augsburger Innenstadt. Veranstalter war in 2015 die Katholische Jugendstelle Augsburg und das evangelische Stadtpfarramt, die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl übernommen. "Schach...matt" startete in der evangelischen Barfüßerkirche, führte zum Elias-Holl-Platz, über den Rathausplatz hinüber zum Fugger-Denkmal, machte Halt am Moritzplatz, verlief zum Zeugplatz (dort spielte die entscheidende Szene auf dem Schachbrett), zum Schaezlerpalais und endete in der Basilika von St. Ulrich und Afra. Immer mehr Menschen fühlten sich bei den Begegnungen mit den jungen Menschen "angesprochen" und gingen ein Stück des Weges mit. Dadurch erlebten sie Höhen und Tiefen, traurige und schöne Momente, beispielsweise wenn Jesus jemandem begegnet und ihm helfen kann. Ganz bezaubernd spielte der kleine David Häusler aus Ellgau die Rolle des blinden Bartimäus und begeisterte auch durch seine Spontaneität. Daniel Lehenberger aus Allmannshofen verkörperte einen ausdrucksstarken Jesus, die Zwillingsbrüder Tobias und Alexander Grotz aus Thierhaupten schlüpften in eine "Zeitrolle" - sie spielten das "Damals" und das "Heute". Laurenz Sedlacek aus Ehingen spielte seine Rolle als Judas Iskariot ausgezeichnet, Daniel Häusler aus Ellgau schlüpfte äußerst glaubwürdig in die Rolle des Hohenpriesters, Jakob Norys aus Kühlenthal agierte als Simon Petrus und Jonas Gollinger spielte seinen Part als Pontius Pilatus sehr glaubwürdig. Auch die Rollen der Frauen mit Veronika Sedlacek (Ehingen), Louisa Müller (Ehingen), Maria Hirschbeck (Ehingen), Anika Norys (Kühlenthal), Julia Maschke (Nordendorf) und Maria Kirschenmann (Nordendorf) waren hervorragend besetzt. Die anspruchsvollen Texte stammen auch in diesem Jahr wieder aus der Feder von Pfarrer Franz Walden. Die Verantwortung für die Technik lag in den Händen von Günter Hensel, der in diesem Jahr mit seiner "mobilen" Technikstation besonders gefordert war. Die farbenfrohen, sehr aufwändig geschneiderten Kostüme und auch die zahlreichen Requisiten zeigen, dass auch hinter den Kulissen ganze Arbeit geleistet wird. Dafür zeichnet Simone Götzfried und ihr Helferteam verantwortlich. Musikalisch umrahmt wurden die beiden Aufführungen von der ChorbandE Ehingen, als Solosängerin trat Lena Hensel auf, den Solo-Klarinettenpart spielte Angela Langer. Tyron Kretzschmar spielte die Orgel in der Ulrichsbasilika, Christoph Stiglmeir spielte in der Nordendorfer Christkönigskirche das königliche Instrument. Unterstützung erhielt Pfarrer Franz Walden der auch als Erzähler "seines" Kreuzweges agierte, auch von Pfarrer Konrad Bestle und seinem evangelischen Kollegen Frank Zelinsky, Gemeindereferentin Sabine Eltschkner stand mit Rat und Tat zur Seite. Unvergessen bleiben die gemeinsamen Zugfahrten zu den Proben nach Augsburg, denn sie vermittelten ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Dramaturgische Meisterleistungen waren wohl die Szenen auf dem Schachbrett, die Kreuzigungsszene und die Auferstehung. Kurzum: Dieser Kreuzweg der Jugend 2015 ließ beeindruckende Bilder entstehen, Szenen die anrühren, berühren, betroffen machen, Begegnung schaffen und Hoffnung schenken.

In den Hauptrollen:
Moritz Liepert, David Häusler, Tobias und Alexander Grotz, Katharina, Johanna und Josephine Wengenmayer, Maria Hirschbeck, Louisa Müller, Daniel Häusler, Daniel Lehenberger, Laurenz und Veronika Sedlacek, Anika und Jakob Norys, Jonas Gollinger, Julia Maschke, Daniel und Max Speer, Benedikt Reißler, Maria Kirschenmann.

In weiteren Rollen:
Pfarrer Konrad Bestle, Pfarrer Frank Zelinsky, Daniel Biehle, Jakob Deil, Jasmin und Michael Hammerl, Ferdinand und Jakob Grundgeir, Hanna, Lukas und Theresa Kirschenmann, Max Rasig, Louis Streitberger.

Musik;
ChorbandE Ehingen, Angela Langer (Klarinette), Tyron Kretzschmar (Orgel - Augsburg), Christoph Stiglmeir (Orgel - Nordendorf), Lena Hensel (Solo-Sängerin).

Maske - Kostüme - Technik - Presse:
Sabine Eltschkner, Simone Götzfried, Rosmarie Gumpp, Günter Hensel, Eduard und Sandra Kirschenmann, Melanie Liepert, Nadine Pfiffner, Elisabeth und Alexander Sedlacek, Bettina Speer, Christoph Stiglmeir, Carola Streitberger.

Text und Regie:
Pfarrer Franz Walden



Veranstalter: Katholische Jugendstelle, Evangelisches Jugendwerk.
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4 Kommentare
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Gerda Landherr aus Neusäß | 07.04.2015 | 20:21  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 08.04.2015 | 00:10  
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Werner Szramka aus Lehrte | 08.04.2015 | 13:59  
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Erika Walther aus Augsburg | 08.04.2015 | 14:57  
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