Vorratsdatenspeicherung

Der Mensch wird frei und unschuldig geboren – später heiratet er oder wird kriminell. Und mindestens in dieser letzten Variante liegt das Problem: unsere fleißig arbeitende Polizei ist dann gezwungen, aus den Spuren am Tatort auf den Täter zu schließen also die Identität des Täters festzustellen. Viel Arbeit und Suchen können sich die überlasteten Hüter unseres Rechtsstaates sparen, wenn die Identitätsdaten schon vorliegen und nur noch mit den Daten am Tatort abgeglichen werden müssen. Mithin, wir brauchen eine passende Vorratsdatenspeicherung.
Irgendwann wird der Mensch geboren, frei und unschuldig, meist in einem Krankenhaus. Und da können dem eben geboren und noch unschuldigen Menschlein, selbstverständlich nur zu seiner Sicherheit gegen eine eventuelle Vertauschung in der Klinik, schon einmal die wichtigsten Kenndaten abgenommen werden: die Abdrücke aller zehn Finger und etwas Blut aus der Nabelschnur, um daraus die Kenndaten der DNA zu bestimmen, selbstverständlich auch dies nur zum Schutz des Kindes, denn so können frühzeitig etwaige Gefahren festgestellt und behandelt werden. Unsere überarbeiteten Polizeibeamten haben als Nebeneffekt den Vorteil, dass so über einige Jahrzehnte eine Datenbank aufgebaut wird, in der die Daten fast der gesamten Bevölkerung vorrätig sind und im Fall des Falls schnell abgerufen werden können. Kein rechtschaffender Bürger kann etwas dagegen haben.
Das gerade in der Gesetzgebung befindliche Gesetz zur Feststellung des Kindesvaters, auch gegen den Willen der Mutter, wird überflüssig, denn aus dieser Vorratsdatenbank und der DNA der Mutter und des Kindes kann jederzeit der Vater bestimmt werden. Kein Mann muss künftig für „Kuckuckskinder“ noch Unterhalt zahlen, denn der biologische Vater ist schnell ermittelt.
Am Ende des Lebens ist die Gesetzgebung schon viel weiter. Der Tod muss jeweils von einem Arzt festgestellt werden, im Fall der Feuerbestattung, bei der ja alle Spuren bei rund tausend Grad vernichtet werden, muss zuvor noch ein zweiter Arzt die Leiche untersuchen, ob nicht doch irgendwo ein kleiner Hinweis auf einen unnatürlichen Tod zu finden ist, es soll schließlich kein Mord unerkannt durchrutschen, kein Mörder entkommen. Bei dieser Leichenschau können nun ein zweites Mal die Kennmerkmale, Fingerabdrücke und DNA festgestellt werden, denn diese Daten sind viel sicherer als alle Ausweispapiere und Zeugenaussagen, schließlich muss doch genau festgestellt werden, wer da als Leiche vor einem liegt. Dies erspart bei der Tätersuche viel Arbeit, denn jeder, der schon vor der Tat gestorben ist, kann nicht der Täter sein. Übrigens, zu „wissenschaftlichen Zwecken“ und zur Verfolgung von Straftaten werden die Leichen schon immer obduziert, gesetzlich erlaubte Leichenfledderei wie manche meinen.
Diese Art der Vorratsdatenspeicherung dient, das muss noch einmal ausdrücklich betont werden, selbstverständlich nur dem Wohl des einzelnen Menschen und dem Schutz der Bevölkerung. Kein vernünftiger Mensch kann daher gegen diese Vorratsdatenspeicherung irgend einen Einwand vortragen.

09.09.2016
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck
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4 Kommentare
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 09.09.2016 | 13:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.09.2016 | 17:20  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 09.09.2016 | 19:10  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 09.09.2016 | 20:03  
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