Unser Geld – weg mit den kleinen Münzen?!

In der Diskussion geht es derzeit um diese vier Fragen:
a) Abschaffen der kleinen Münzen: der 1-Cent-, 2-Cent- vielleicht sogar der 5-Cent-Münze.
b) Abschaffen des 500-Euro-Scheines.
c) Festsetzen einer gesetzlichen Höchstgrenze für Bargeldzahlungen.
d) Abschaffen des Bargeldes überhaupt.
Abschaffen der kleinen Münzen.
Münzen werden bei uns vom Bund geprägt. Die Material- und Prägekosten trägt der Bund. Der Wert des so neu geschaffenen Geldes setzt der Bund als Einnahme in seinen Haushalt ein. Bei sehr hohen Schrottpreisen liegt der reine Materialwert der 1-Cent-Münzen über dem geprägten Wert; es wird für den Münzinhaber ertragreich, diese 1-Cent-Münzen zu sammeln, einzuschmelzen und als Schrott zu verkaufen. Bei den Münzen der höheren geprägten Werte wird der relative Wertanteil des Materials und der Prägung relativ geringer. Die Handhabung mit den kleinen Münzen verursacht – insbesondere im Verhältnis zum Wert - erhebliche Kosten, sowohl im Handel als bei den Banken, die verlangen sogar bei der Einlieferung vom Händler bisweilen besondere Gebühren.
Für die praktische Abschaffung der kleinen Münzen bedarf es keiner Gesetze; es geht einfacher. Der Zahlungspflichtige rundet auf einen ihm genehmen Wert auf, der mag dann bei zwei Cent, fünf Cent oder zehn Cent liegen, ganz nach seiner Wahl – der Geldempfänger wird nie widersprechen. Der Geld-Fordernde rundet ab, ebenfalls ganz nach seiner Wahl, das mag dann wieder auf zwei Cent, fünf Cent oder zehn Cent sein – der Zahlungspflichtige wird wohl nie protestieren. Diese Handlungsweise bedarf keiner gesetzlichen Regelung ganz im Gegensatz zu der von anderer Seite vorgeschlagenen und geforderten Auf- und Abrundung. Werden die kleinen Münzen, weil nicht mehr verwendet, dann auch zunehmend aus dem Umlauf gezogen, spielt sich dieser Vorschlag ganz von allein ein.
Die Abschaffung der kleinen Euro-Münzen – 1-Cent, 2-Cent, eventuell auch 5-Cent – ist ein Schritt auf dem Weg zur Abschaffung des Bargeldes – ob gesetzlich zwangsweise oder durch tägliche praktische Handlung freiwillig – ist im Ergebnis gleichgültig. Das Endziel und Ergebnis ist eben immer die Abschaffung des Bargeldes.

16.02.2016
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck
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13 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.02.2016 | 17:59  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 16.02.2016 | 18:23  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 16.02.2016 | 19:34  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 16.02.2016 | 19:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.02.2016 | 01:14  
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Hermann Müller aus Einbeck | 17.02.2016 | 08:28  
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Doris Mai aus Oldenburg (Oldenburg) | 17.02.2016 | 11:26  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 17.02.2016 | 11:36  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 17.02.2016 | 13:45  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.02.2016 | 18:06  
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Doris Mai aus Oldenburg (Oldenburg) | 18.02.2016 | 09:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.02.2016 | 14:52  
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Hermann Müller aus Einbeck | 19.02.2016 | 15:20  
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