NEIN zur Atomkraft. JA zu regenerativen Energien. JA zu regionaler Energieerzeugung. Bericht von der Podiumsdiskussion in Eichenau am 26.10.2010

von links: Alois Krammer, Ludwig Wörner, Martin Eberl, Hans Aigner

Am 26.10. veranstaltete die Eichenauer SPD in der gut gefüllten Aula der Starzelbachschule eine energiepolitische Podiumsdiskussion zum Thema
„Energiepolitik in der Schieflage? Brückentechnologie Atomkraft oder besser schneller Ausstieg?“
Auf dem Podium waren:
Ludwig Wörner, der energiepolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,
Hans Aigner, der 2. Vorsitzende von Ziel 21,
Alois Krammer, der Geschäftsführer von KommEnergie
sowie als Moderator Martin Eberl , Vorsitzender der Eichenauer SPD.

Schon zu Beginn der Diskussion zeigte sich, dass alle Podiumsgäste für die Energiewende eintreten und auch die KommEnergie den Weg hin zu mehr regenerativer Energie gehen möchte. Alois Krammer und der im Publikum anwesende KommEnergie Aufsichtsrat Michael Schrodi deuteten an, dass sich die KommEnergie in Zukunft sich auch dahingehend verändern könnte, durch Beteiligung an Photovoltaikanlagen selbst zum Stromproduzenten zu werden. Krammer betonte auch mehrmals, dass KommEnergie nicht als bloße Eon-Tochter, sondern als kommunales Unternehmen verstanden werden muss.

Ludwig Wörner machte mehrmals auf die Verlogenheit in der Diskussion um die Kernkraft von Seiten deren Befürworter aufmerksam und legte anschaulich dar, wie die Energiewende durchgesetzt werden könnte. Er plädierte dabei auch für Aufklärungsarbeit vor Ort, da die meisten Bedenken von Bürgern gegen regenerative Energien ausgeräumt werden können.

Hans Aigner legte dar, wie der Landkreis in Richtung Autarkie vorangehen kann und dass dies letztlich keineswegs zu Versorgungsengpässen oder hohen Preisen führen würde. Durch Solarprojekte wie Desertec Deutschland mit Strom aus der nordafrikanischen Wüste zu versorgen lehnte er jedoch ab, da es zu viele Unsicherheiten gebe und man ein riesiges Leistungsnetz benötige. Er sprach sich dafür aus, durch solche Projekte in Afrika die bisher äußerst umweltschädliche Versorgung umzustellen. Seinem Plädoyer für regionale Erzeugung schloss sich das restliche Podium an.

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