Eichenauer SPD gegen Zensur und Einschüchterung von Kabarettisten
Jährlich veranstaltet die Eichenauer SPD einen Kabarettabend. Dieses Jahr gab am 6.3. die Gruppe Kabarest Eichenau die Ehre. Viele Genossen sind Kabarettfreunde und sozusagen treue Stammseher der Nockherberg-Rede.
In der letzten Mitgliederversammlung zeigte sich daher auch die Besorgnis und der Ärger darüber, was sich nach der Barnabas-Rede von Lerchenberg abspielte. Obgleich niemand der Anwesenden die KZ-Anspielung Lerchenbergs akzeptabel fand und alle meinten, da habe er als Redner wirklich unschön daneben gegriffen, gab es auch kein Verständnis für die überzogene Reaktion mehrerer Politiker, des Veranstalters sowie des Bayerischen Rundfunks.Dass der BR in der Wiederholung nicht nur die KZ-Anspielung, sondern auch anderes, z.B. die Kritik an der Polizei herausschnitt, wurde als eine unserer Demokratie unwürdige Zensur empfunden. Dies ist beim BR zwar kein einmaliger oder neuer Zustand, bleibt aber dennoch inakzeptabel. Die Art des politischen Drucks und die schon Hetze zu nennenden Vorgänge gegen Lerchenberg sind nicht hinzunehmen.
Dass hochrangige Politiker der Landes- und der Bundesregierung am Nockherbergabend noch darüber lachten und am nächsten Tag zum künftigen Boykott aufriefen ist höchst bedenklich. Es vermittelt den Eindruck geplanten politischen Drucks gegen Künstler und Veranstalter sowie das ungute Gefühl, dass Teile der Landes- und Bundesregierung kaum noch kritikfähig sind.
Interessant ist hierzu auch Artikel 110 Absatz 1 der Bayerischen Verfassung: „Jeder Bewohner Bayerns hat das Recht, seine Meinung durch Wort, Schrift, Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern. An diesem Recht darf ihn kein Arbeits- und Anstellungsvertrag hindern und niemand darf ihn benachteiligen, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht."
Hat wirklich niemand Lerchenberg benachteiligt?

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