Myheimat.de als ORTSCHRONIK - zumindest für Eichenau möglich

Elektronische Ortschronik im Internet und im http://www.Minzmuseum.de (Foto: www.minzmuseum.de)
 

Das Projekt einer "Ortschronik" ist sehr schwierig. In Eichenau gab es von 1968 bis 1980 den Bürgermeister Alfred Rehm, der schon während seiner Amtszeit viel Zeit auf das Archiv und die Erstellung einer Chronik verwandte. Er plante es als ein gewaltiges dickes, in Schweinsleder gebundenes handschriftlich geschriebenes Werk mit vielen Bänden und Anhängen. Ca. 20% der ursprünglichen Planung schaffte er.

Mit den elektronischen Medien ist es heute leichter, Ereignisse, Daten und Fakten im Internet zu sammeln, ebenso wie Meinungen, aber alles wird auch leicht "beliebiger" und vergänglicher.
Andererseits lässt sich auch nicht so viel unterdrücken, denn das "Internet vergisst nichts".
Aus der Nazi Zeit ist so im Gemeindearchiv Eichenau fast nichts erhalten. Bürgermeister Rehm gehörte in seiner Jugendzeit zusammen mit seinem Freund und späteren Bürgermeister Singer (1941) zu den Aktivisten am Ort. Einen zufällig erhaltenen Brief habe ich gefunden, in dem sich Rehm dem Singer gegenüber darüber beschwerte, dass es noch nicht gelungen sei, alle Eichenauer dazu zu bewegen, die Fahnen rauszuhängen. Aber das nur am Rande.
Auch nach seiner Amtszeit, die 1980 endete, blieb Alfred Rehm als "Ortschronist" tätig und veröffentlichte jeden Monat im Mitteilungsblatt der Gemeinde einen Rückblick auf die Ereignisse in Eichenau 10, bzw, 20 oder 50 Jahre zuvor. Er legte eine umfangreiche ortsgeschichtliche Sammlung von Fotos, Einladungen, Plakaten und Informationsbroschüren an. Seine umfangreiche Sammlung, die allerdings in gewisser Hinsicht, vorsichtig ausgedrückt, sehr einseitig war, veröffentliche der Pfefferminzverein in einem umfangreichen Druckwerk. Dieses diente dann dem Verein auch als Basis für die umfangreiche Ortsgeschichte im Internet. Hierfür verdient der Verein ein umfangreiches Lob, denn so wurde die Grundlage für einen leichten Zugang zu den Ereignissen in der GEMEINDE Eichenau gelegt. Der Verein bietet an, die fehlenden Elemente nachzutragen und einzupflegen.
In der Gemeindebücherei gibt es leider keine Abteilung, in der die Entwicklungsgeschichte des Ortes gesammelt wird. Es gibt versteckt auf Nachfrage einige Bände der Rehmschen Chronik einzusehen. Einige wenige Jahrgänge des Mitteilungsblattes stehen im Regal. Die Ortsgeschichte von 2007 kann man kaufen, aber nicht ausleihen. Die Musik CDs aus der Gemeinde habe ich noch nicht gefunden und die vielen Eichenauer Autoren finden einige ihrer Werke überall verteilt.
Hier kann nun das Internet mit einer Plattform wie myheimat.de eine sinnvolle Ergänzung liefern. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich ebenso wie die Gemeindeverwaltung ( vergl. Gemeinde Gilching) beteiligen, um ein lebendiges Bild des Ortes zu zeichnen und Elemente davon auch für die Nachwelt zu erhalten.


Die Ortschronik von Alfred Rehm im Internet: http://www.minzmuseum.de/chronik/online/


Mehr über die Bestandteile des Gemeindearchivs: http://www.myheimat.de/fuerstenfeldbruck/beitrag/2...

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2 Kommentare zum Beitrag
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Marie-Thérèse Ritz-Burgstaller aus Eichenau am 13.02.2009 um 15:46 Uhr  
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Brigitte Obermaier aus München am 21.03.2009 um 23:37 Uhr  
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