Jubiläumsfahrt der Amici d`Italia nach Budrio

Vor dem Rathaus in Budrio

Budrio (Italien): Partnerstadt | Der Empfang in Budrio, verbunden mit einer Führung durch den mittelalterlichen Ortskern, der Besichtigung von Theater und Pinakothek war gewohnt herzlich und freundschaftlich. Cappuccino und Kultgetränk „Spritz“ stimmten anschließend die Eichenauer auf den viertägigen Aufenthalt mit ein bisschen Urlaub, ein bisschen Fa Niente ein. Besondere Erwartungen waren allabendlich mit La Cena verbunden. In der Gegend um Bologna herum wird viel und reichhaltig gegessen. Man braucht einen guten Magen, um die deftigen Gerichte der Küche zu verarbeiten. Ein Abend war in besonderer Weise dem Jubiläum zwanzigjähriger Freundschaft zwischen dem Verein Club & Club und den Amici d`Italia gewidmet. Die beiden Vorsitzenden Vincenzino Grimaldi und Wolfgang Wind zeigten sich hocherfreut über die vielfältigen Beziehungen zwischen Bürgern Budrios und Eichenaus. Neben manch anderen netten Gastgeschenken lösten Pfefferminzpflanzen für erste Anbauversuche in der Po-Ebene besonderes Interesse bei den italienischen Freunden aus.

Der erste Ausflug führte nach Padua, eine der schönsten Städte Oberitaliens und einer der bedeutendsten Pilgerplätze Italiens. Wer kennt nicht den Hl. Antonius, der verlorene Dinge wieder zu finden hilft und Reisende und Liebende behütet? Die Basilica di Sant`Antonio mit ihren byzantinischen Kuppeln bewahrt das viel besuchte Grab des Heiligen. Paduas Stadtbild ist wesentlich durch das Mittelalter geprägt und hat eine Vielzahl profaner und sakraler Gebäude aufzuweisen. Dabei nimmt die Cappella degli Scrovegni mit den Fresken von Giotto unter den Kunstdenkmälern einen Spitzenplatz ein. Über die Euganeischen Hügel, mit Besuch von Arqua Petrarca inmitten von Kastanien- und Olivenhainen, ging es zurück nach Budrio.

Weitere Sehenswürdigkeiten wurden in der Nähe von Parma aufgesucht. Es zählt Fontanellato mit seiner schönen Wasserburg dazu, die die Macht und den Reichtum der Familie Sanvitale widerspiegelt. Das Kastell besitzt elegant ausgestattete Räumlichkeiten mit wertvollen Freskomalereien und Gemälden aus dem 16. /17. Jh.

Dann das kleine Städtchen Zibello. Den Prosciutto-Liebhabern bekannt durch den Culatello di Zibello. Ein Schinken von einzigartigem Aroma, pikant gewürzt und ca. 12 Monate lang gelagert. Hergestellt aus dem Fleisch einer schwarzen Schweinerasse, die zwei Jahre lang in Freilandhaltung auf Maisfeldern gemästet wird. Auf eine Kostprobe mit Culatello und Vino sollte man nicht verzichten.

Ein weiterer Höhepunkt das Renaissancestädtchen Sabbioneta, das ein Herzog im 16. Jh. mit allen Merkmalen modernen Städtebaus errichten ließ. Mit einer soliden Mauer und rechtwinkligen Straßenzügen wirkt die Stadt „wie aus einem Guss“. Besondere Sehenswürdigkeiten sind Palast und Sommerresidenz, Kirchen und Klöster, Synagoge, Galerie der Antike (ca. 100m Länge!) und antikes Theater. Nimmt man die Gastronomie mit der typischen Küche der Emilia Romagna hinzu, ist ein schöner Aufenthalt gewährleistet.

Eine gelungene Reise mit sehr interessanten Eindrücken von der Po-Ebene, die nur die ortskundigen Freunde in Budrio durch eine interessante Programmgestaltung ermöglichen konnten.

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin eichenauer | Erschienen am 13.09.2010
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