Zeit

von Emo Schuschnig aus Eichenau | am 21.01.2010 | 246 mal gelesen | 3 Kommentare | 0 Bildkommentare | 12 Bilder

Eichenau: Atelier Emo Schuschnig | Wenn man vom Friedhof kommt, so wie ich gerade, denkt man an die Zeit und was sie für einen bedeutet. Memento mori. Denk daran, Du stirbst.
Ich höre gerade die "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi, ist auch schon 500 Jahre her seitdem er's komponiert hat und immer noch herrlich anzuhören und so möchte ich "meine Zeit" auch verbringen, indem ich "meiner Zeit" einen Sinn, eine Tiefe gebe, weil Zeit ist nicht nur lang oder kurz, sondern vor allem breit und hoch und tief.
Gott hat uns ein begrenztes Maß an Zeit gegeben. Manche leben in den Tag hinein, manche laufen der Macht, dem Sex, dem Mammon hinterher und machen sich süchtig nach ihrer jeweiligen Verblendung.
Nun, Zeit ist für mich ein Phänomen und zwar ein perpetuum mobile, ein sich immer veränderndes Kontinuum, ein stillstehendes oder sich in mehreren Dimensionen gleichzeitig bewegendes Phänomen, welches sich nicht konservieren läßt, außer man tut etwas kreatives.
Gott wird uns eines Tages fragen was wir mit dem Kontostand Zeit gemacht haben, daß ER uns bei unserer Geburt bei der Zeitbank eingerichtet hat. Und wenn es Gott nicht geben sollte, was Gott bewahre, dann sollte uns "die Bank" oder das eigene Gewissen dieselbe Frage stellen.
Zeit ist ein abstrakter Begriff von Menschen geschaffen, kann aber durchaus mit Leben gefüllt werden. Wir können unserem Leben nicht mehr Zeit geben, aber unserer Zeit mehr Leben.
Kommen wir zurück auf Vivaldi. Er hat's verstanden und ich bemühe mich seit 40 Jahren es zu tun. Die flüchtige Zeit kann mit etwas das Bestand hat gefüllt werden. Wir haben zwar keine Macht über die Zeit, jadoch über die Art wie wir sie nutzen entscheiden wir selbst und das ist das was ich unter göttlichem Auftrag verstehe.
Wir haben die Wahl, es liegt an uns, die Zeit mit Inhalten zu füllen wie es der Erfinder gemeint hat, oder sie zu mißbrauchen. Beides wird geschehen, nur eben muß die Balance zu Gunsten des Guten, Kreativen ausfallen, vor allem dann, wenn man mit einem angeborenen Talent oder mehreren, gesegnet wurde. Dann ist der Auftrag klar und unmißverständlich. Man hat eine Mission. Kinder mit Talenten sollen unbedingt gefördert werden und Erwachsene haben die Verpflichtung Talente aufzuspüren und alles Menschenmögliche zu tun, diese zu fördern.
Vivaldi's Musik, die "Vier Jahreszeiten" sind eine runde Sache, froh bin ich sie hören zu dürfen. Vivaldi und viele andere haben "ihre Zeit" richtig ausgefüllt, genützt und sie nicht mißbraucht.
Komponieren ist schön, malen auch.

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3 Kommentare zum Beitrag
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Beate Sh. aus Garbsen am 21.01.2010 um 20:58 Uhr  
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Emo Schuschnig aus Eichenau am 22.01.2010 um 06:32 Uhr  
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Emo Schuschnig aus Eichenau am 22.01.2010 um 11:45 Uhr  
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