Die Imker: Stets zum Wohl der Bienen und der Natur

Ehingen: Gasthaus Miller Nordendorf | „ 2014 war nicht gerade ein sehr gutes Jahr für die Bienen, obwohl es sehr vielversprechend begonnen hatte“, so Vorsitzender Franz Bürger (Nordendorf) bei der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Ehingen. Vor den Mitgliedern der Gemeinden Allmannshofen, Ehingen und Nordendorf ließ er das vergangene Bienenjahr Revue passieren.
Nach einem sehr milden Winter setzte im Frühjahr während der Blütezeit der Bäume und Sträucher eine Schlechtwetterphase ein. Die Witterung sorgte dafür, dass die Bienen gerade so viel sammeln konnten, wie sie selbst zur weiteren Volkentwicklung brauchten. Nach den Sommermonaten kam es dann erfreulicherweise doch zu einer Ernte von Lindenblüten- und Sommerhonig. Am Ende des Sommers waren die Bienen sehr stark von Varroamilben befallen waren. Ungünstige Witterungsumstände erschwerten die Bekämpfung dieses Parasiten und ein Ausfall von Bienenvölkern war zu befürchten. „Diese Vermutung hat sich tatsächlich bestätigt, der Ausfall bewegt sich derzeit zwischen 30 % und 40 % der Gesamtzahl an Bienenvölkern in Deutschland“, informierte Bürger. Leider musste er noch auf einen neuen Parasiten, den sogenannten „Kleinen Beutenkäfer“, hinweisen. Dieser Käfer sei bereits seit einigen Jahren in den USA und Australien verbreitet und wurde nun im Herbst auch in Italien vorgefunden. Trotz Bieneneinfuhrbeschränkungen nach Deutschland wäre damit zur rechnen, dass er irgendwann hier eingeschleppt werde, so der Vorsitzende.

Es gab aber auch Erfreuliches zu berichten: „Steigenden Mitgliederzahlen im Landesverband Bayerischer Imker verdeutlichen, dass sich immer mehr Männer, Frauen und auch Jugendliche für das schöne und wichtige Hobby interessieren.“ So wurde bei der Versammlung beschlossen, Interessierten aus den Mitgliedsgemeinden Schnupperimkern anzubieten - mit Standbesichtigung oder Mitarbeit bei einem erfahrenen Imker während einer Bienensaison. Neueinsteigern in die eigene Hobbyimkerei soll auch nach dem Start Unterstützung angeboten werden. Begrüßt wurde/wird auch die erfreuliche Entwicklung, dass (vor allem im Ehinger Umland) immer mehr Landwirte um ihre Ackerränder Blumenmischungen ansähen. Hier finden Bienen und Insekten in Zeiten von Monokulturen reichlich Nahrung im Laufe des Sommers.
In Stille wurde dem im letzten Jahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden Herrn Johann Drohner gedacht. Er war 28 Jahre erster Vorsitzender des Vereins, verfügte über fundiertes Fachwissen in Theorie und Praxis und stand mit diesem Wissen stets seinen Vereinskollegen mit Rat und Tat zur Seite.
Zum Schluss verweis der Vorsitzende noch auf mehrere Veranstaltungen, wie den Schwäbischen Imkertag am 14. Juni in Benningen bei Memmingen. Ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Imkern schloss an.
Infoblock für einen Kasten: Wer Näheres über die Hobbyimkerei wissen möchte oder sich für Schnupperimkern interessiert, kann mit dem Vorsitzenden Franz Bürger Kontakt aufnahmen unter Tel. 08273 1653.
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