"Wenn der Landarzt schläft" - zur Premiere kam sogar die Verfasserin des Stücks

"Was tun mit dem schlafwandelnden Landarzt?" fragen sich die Sprechstundenhilfe und der "Ersatz" - Doktor.
 
Das Ensemble mit der Verfassering des Stück, Monika Szabady (rechts sitzend).
Volles Haus bei der Premiere der Ehinger Theaterpremiere: Die Laienspieler entführten ihre Gäste in der Komödie "Wenn der Landarzt schläft" zur Praxis von Dr. Manfred Wohlrat alias Michael Ostermeier und zeigten eine starke Ensembleleistung. Die Inszenierung überzeugte das Premieren-Publikum restlos. Eine Besonderheit des Abends war, dass die Verfasserin des Stückes, Monika Szabady, unter den Zuschauern saß. Sie und ihr Ehemann, kamen mit dem Wohnmobil aus Sulz zur Premiere angereist. Erst am Ende der Aufführung gab sich die Autorin zu erkennen – die Überraschung und Freude über den unerwarteten Besuch war den Laienspielern sichtbar ins Gesicht geschrieben. Anna Weglehner hatte das Kommen arrangiert und vor den Vereinskollegen bis dato geheim gehalten. Monica Szabady sparte nicht mit lobenden Worten: „Alle Spieler fühlten sich voll und ganz in ihre Bühnencharaktere hinein, so dass ich selbst mit dem kritischen Blick als Verfasserin nur ein ganz großes Kompliment an die Ehinger Theaterfreunde aussprechen kann.“
Die Bühne im Kratzer-Saal war kurzerhand zum Arztzimmer von Dr. Wohlrat umfunktioniert. Hier konnten die Besucher hautnah miterleben, was passiert, wenn der Doktor selbst das falsche Medikament verabreicht bekommt: Schlaftabletten statt Kopfwehpillen. Dieser Fehler unterläuft dem jungen Arzneimittelvertreter Stefan Berger (Christian Redel) an seinem ersten Arbeitstag und lässt den Arzt in einen tiefen Schlaf fallen. Um die missliche Lage zu vertuschen, heckt die treue, eher schüchtern erscheinende Arzthelferin Marie (Theresa Kuchenbaur) einen gewagten Plan aus und entpuppt sich als durchsetzungsfähig und taff. Sie verpflichtet den Vertreter, sich nun als (Ersatz-) Arzt auszugeben. Doch die Patienten machen dem „neuen Doktor“ das Leben nicht leicht. Etwa die junge, adrette „Nette“ alias Anna Weglehner, aber vor allem die Stammkundschaft - allesamt Patienten älteren Semesters mit langen Krankenakten: Die kurzatmende Trude Eiswein (Angelika Gump-Kienmoser) sowie Grete Brüderle (Petra Miller), die an Verdauungsstörungen leidet und nur zu gerne dem Arzt ihre Zipperlein hautnah zeigen will. Dazu gesellt sich Erwin Mahlzahn (Jens Todte), der sich seine Krankheiten aus dem Medizinlexikon aussucht. Schließlich kommt auch die junge, anspruchsvolle Ehefrau des Landarztes (Andrea Kottmair) ins Spiel, die dem ersten Hochzeitstag entgegenfiebert. Die Verwirrungen spitzen sich zu und finden ihren Höhepunkt bei einem nächtlichen Einbruch in der Praxis. Freilich wendet sich am Ende noch alles zum Guten. Im Laufe des Abends werden die Lachmuskeln der Zuschauer immer wieder strapaziert – auch deshalb, weil die Spieler mit Gestik und Mimik viel Authentizität in die Gestaltung ihrer Rollen bringen.
Hinter den Kulissen sorgt ein starkes Team, dass die Schauspieler bei ihrem Auftritt glänzen: Die beiden Spielleiterinnen Martina Belli und Kerstin Egetemeir sowie Michaela Ostermeier, zuständig für Maske und Frisuren. Nicole Eibeck fungiert als Souffleuse. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Bühnenbild von Gerhard Schmid, Gerhard Heindl, Anton Köbinger und Alfred Weber geschaffen.
Weitere Aufführungstermine: Freitag 16. / 23. Oktober, Samstag 17./ 24. Oktober jeweils um 19.30 Uhr
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