Pfarrfamilienabend: "Reißt die Fenster auf"

Die Ministranten beim "Kirchen-Rap"
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Zahlreich folgten die Besucher der Einladung der Pfarrei St. Laurentius ins Gasthaus Kratzer zum Pfarrfamilienabend, Renate Dootz führte in bewährter Weise durchs Programm. "Reißt die Fenster auf" war das Motto des Abends - diese Worte gingen vor gut 50 Jahren als Weckruf in der katholischen Welt ein, als Papst Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962 in Rom das Zweite Vatikanische Konzil eröffnete und dessen Ergebnisse Bewegung und frischen Wind in die katholische Kirche brachte. Den 50. Jahrestag der Eröffnung nahmen Pfarrer Franz Walden und Vorsitzende Elisabeth Sedlacek in den Blick und riefen die Impulse des Konzils in Erinnerung: So machte u. a. die Bewusstwerdung für Weltkirche und eine ökumenische Öffnung Geschichte. Große Veränderungen seien auch die liturgischen Erneuerungen gewesen, bspw. trat an die Stelle der traditionellen lateinischen Messe die gemeinsame Feier in Landessprache unter aktiver Teilnahme der Gläubigen samt Volksaltar, Lektor etc. Auch kam dem Begriff Communio (Gemeinschaft) eine große Bedeutung zu: Die Gemeinde versammelt sich um Christus, der die Mitte bildet. "Wir tragen füreinander Verantwortung" fasste es Pfarrer Franz Walden zusammen, beim Konzil sei eine gute Basis geschaffen worden, auch wenn es noch Nachholbedarf gebe.
Gewürzt wurde der Abend mit humorvollen Einlagen. Die Ministranten boten einen fetzigen Kirchen-Rap und der Chor Da Capo hatte die Lacher auf seiner Seite beim Kanon "Wer Schnupfen hat, ist übel dran".
Elisabeth Sedlacek warf einen Blick voraus auf die Pfarrgemeinderatswahl im Februar 2014: Es werde künftig einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft (PG) Nordendorf geben, der sich aus je zwei gewählten Mitgliedern der Pfarreien Allmanshofen, Ehingen, Ellgau und Nordendorf zusammensetze. Man habe sich gemeinsam für diesen Weg entschieden, so die Vorsitzende, um Aufgaben besser bündeln zu können. Der Blick auf die Zentralisierung löste bei einigen Besuchern Bedenken aus, die eigene Pfarrei "könne auf der Strecke bleiben". Auch das Gegenteil könne geschehen, sagten Pfarrer und Vorsitzende, "jeder kann sich jetzt aktiv einbringen - auch nur bei einzelnen Projekten. Das kann Früchte tragen und eine neue Dynamik entwickeln."
Beim Jahresrückblick ließ Ida Kratzer in Bildern die vielfältige Aktivitäten der Pfarrei Revue passieren, Bürgermeister Franz Schlögel referierte über die Sanierungsmaßnahmen des kommunalen Leichenhauses und der künstlerischen Gestaltung des Aufbahrungsraumes. Im Vorfeld des Pfarrfamilienabends wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert, musikalisch umrahmt vom Kirchenmusiker Stefan Saule aus Augsburg und den Kantoren der PG.

Die Ministranten beim "Kirchen-Rap"
Bürgerreporter:in:

Monika Matzner aus Ehingen

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