Durch Zufall fand ich diesen Komplex nördlich von Schwalmstadt-Ziegenhain, sämtliche Tore standen offen und kein Mensch war weit und breit zu sehen.
Es ist eine ziemlich große Anlage mit mehreren Bereichen, ein älterer Bereich mit mehreren Bunkern grau dargestellt,
ein neuerer Bereich mit Bunkern grün dargestellt
und ein "Hochsicherheitsbereich" mit 2 Bunkern rot dargestellt.
Während die Bunker im grauen und grünen Bereich mit normalen Stahltoren ausgestattet sind, haben die beide Bunker im roten Bereich noch zusätzlich vorgebaute Toranlagen aus Stahlrohr, warum ?
Was war da so brisantes Eingelagert ?
Wer weiss da mehr ?
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Ich möchte ja nicht unken, aber wenn ich mir die Mitleser hier bei MyHeimat ansehe, wird die Frage evtl. demnächst persönlich beantwortet. "Unbefugtes Betreten und Fotografieren von Militäranlagen", könnte da der Titel der Staatsanwälte sein.... Das Bundesvermögensamt, welches wahrscheinlich noch Eigentümer ist, interssiert sich auch immer für solche detaillierten Berichte....
Es war kein Schild was auf Bundeswehr oder ein Fotografierverbot hinwies zu sehen, außerdem war alles frei zugänglich.
Deshalb vermute ich, die Bundeswehr hat das Depot aufgegeben.
Ich hatte ja auch gezögert, aber der "Kalte Krieg" ist doch vorüber.
Ich muß Wolfgang Recht geben,wenn kein Verbotsschild dann auch keine Straftat,es müssten öfter solche Berichte auftauchen,ehe etwas schlimmes passiert !
Danke für die Begrüßung bei myheimat und die Kommentare.
Übrigens, wenn man bei Google-Earth oder Google-Maps den Suchbegriff:
"Schwalmstadt, Am Nordbahnhof " eingibt, und dann die Karte ca. 1,5 km nach Norden verschiebt dann findet man das Depot. Jedoch nur in Satelliten- Ansicht.
Bei entsprechender Vergrößerung sieht man schon fast soviel wie auf meinen Fotos.
PS: Die Arche-Nebra und das Kloster-Memleben habe ich schon öfter besucht weil ich in Wiehe zu tun hatte, meine Mutter stammt von dort.
Gruß an die schöne Gegend
Wolfgang
Wenn kein Schild da steht und alle Tore offen sind würde ich da auch rein gehn.
Da müssen sie ihre Anlagen schon richtig sichern, wenn sie kein Besuch wollen.
Ich schließe doch auch Nachts meine Haustür zu...grins
Wolfgang: Ein sehr interessanter Beitrag, schaue gleich mal bei Googel-Earth rein.
Das hab ich bei Wikipedia gefunden.
Von 1961 bis Ende 2006 war Schwalmstadt Bundeswehrstandort. In der Harthbergkaserne waren die Einheiten 1./NschBtl 51 (KRK), 5./NschBtl 51 (NVG/MVG), 6./NschBtl 51 (NVG/MVG), 8./NschBtl 51 (AGA) und 5./FJgBtl 351 (AGA) stationiert.
Hallo Ronny
Du hast recht, ich schließe auch Nachts meine Haustür.
Schön das Du Dir die Mühe gemacht und einiges herausgefunden hast, da kann man ja darauf aufbauen.
Gruß Wolfgang
Das Objekt liegt ja auch sehr günstig an einer Bahnstrecke.
Diese ist auch noch schwer einzusehen (links und rechts starker Bewuchs).
So ähnlich hat "russisch Mann" bei uns auch gebaut...lach
Aber wer Wiehe kennt kennt auch Lossa, von daher weist du sicher was ich meine.
Hallo Ali, besten Dank für Deine Bewertung!
Gruß
Wolfgang
Hallo Ronny
klar kenne ich die Russekaserne im Wald bei Lossa,
schon als Kind, so etwa 1956 war ich zu Besuch bei meiner Großmutter in Wiehe und wollte mit dem Fahrrad nach Kölleda zur Verwandschaft fahren.
Da mußte ich an den Russen vorbei, das heißt daß die Straße damals mit einem Schlagbaum gesperrt war und man wurde kontrolliert.
Nun hatte ich als Kind im Westen immer nur von Gräueltaten der Russen gehört.
Ich war damals so ca. 12 Jahre alt, und was glaubst Du wie mir der Stift gekuckt hat, als ich den russischen Soldaten mit seiner Maschinenpistole so vor mir stehen sah.
Aber er war sehr nett, ich habe ihn zwar nicht verstanden, aber er sprach sehr freundlich zu mir und ich konnte weiterfahren.
So sind sie halt die Russen, ein freundliches Gesicht aber Atomraketen im Wald.
Die Amis hier waren ähnlich.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang
zu Kindern waren sie immer freundlich.
Wenn sie tagelang an einer Kreuzung stehen mussten, haben sie uns auch gleich mal ihren Panzer von innen gezeigt. Dafür haben wir ihnen was zu essen mitgebracht.
Ist schon komisch, wenn man so zurückschaut was mal war.
Die Aufnahmen zeigen das ehemalige Atomwaffenlager bei Schwalmstadt-Rörshain, das Anfang der 90er Jahre mit dem Ende des „Kalten Krieges“ aufgegeben worden ist. In der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) ist ausführlich über das Lager berichtet worden. Nachfolgend ein Link zu einem Artikel mit umfangreicher Fotostrecke und einem Filmbeitrag.
Interview mit Lothar Liebsch (ehem. Kommandant des Atomwaffenlagers), Oberstleutnant a. D. aus atomwaffenfrei 2/97
Ich hätte diese Waffen bedenkenlos eingesetzt...
(Überschrift bei google eingegeben)
Die Anlage kann auch bei google Maps und im Radroutenplaner Hessen (http://www.radroutenplaner.hessen.de/) aus der Luft betrachtet werden. Im Radroutenplaner ist die Auflösung der Luftaufnahmen deutlich besser.
US SAS ( Sonderwaffenlager bei Schwalmstadt Treysa )
Was im Lager lag??
Innen: 155mm und 203mm taktische Nuklearmunition für den 2. Art.Spec.Zug II aus Treysa und dem 1. Art.Spec.Zug ?? aus Stadt Allendorf.
Außen: Konventionelle Munition für 203mm und 155mm Feldari, Rak. für MRLS aus Treysa. Sowie das übliche Muni und Sprengmittelgedönse für die Begleiter.
US-Bewachungseinheit:
7th USAFAD (Mai 1962 - Juni 1992)
Inert
Die 155mm (für die M109 oder M110 ) Haubitzen waren das kleinste Kaliber für Nuklear Köpfe.
In Sonderwaffenlager wie zb Lahn im Emsland ( auch unter Werlte bekannt ) bei mir ca 20 km weg lagerten Gefechtsköpfe für die Hornest John, Lance und Nike. Angeblich auch Atomminen. In Sonderwaffenlager wurden auch -harmlose- sachen wie Uranmunition (zb für die A-10 -30mm- oder für die 105mm und 120mm Kanone von Kampfpanzern angereicherte Penetratoren) Gelagert.
Das gesamte Lagergelände und ein breiter Sichtstreifen außerhalb der Umzäunung war von hohen Wachtürmen lückenlos einsehbar. Hohe Zäune in Doppelreihen umgaben das Gelände. Dazu wurden gestaffelt Betonwände aufgestellt, die Sichtschutz und Deckung für die Nahverteidigung boten. Einige halb erdversenkte betonierte Beobachtungsposten ergänzten die Sicherungseinrichtungen. Am Tor sind ebenfalls besondere Einbauten zu finden. Das gesamte Wachgebäude, das gleichzeitig Unterkunft für die Wachmannschaften war, ist in massiver Betonbauweise ausgeführt worden. In das Lager gelangte man nur mittels Schleusung durch Doppeltore. Auf der Zufahrtsstraße vor dem Depot konnten Abweiser in die Straße eingesetzt werden,werden um das Durchbrechen von Fahrzeugen zu verhindern.
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