Seifenküche der Hessichen Volkskunstgilde

Resultate der Seifenherstellung

Herrliche Düfte schwängerten am 17. und 18. Oktober den Raum von Anneliese Schönmanns Waschküche in Halsdorf, als Betty Bösser den Seminarteilnehmern die Herstellung von Seife und Badekugeln demonstrierte. Betty und ihr Mann Henner aus Dautphe, beide Mitglieder der Hessischen Volkskunstgilde, sind schon seit vielen Jahren mit der Herstellung von Seifen und weiteren Kosmetikartikeln tätig und verkaufen auf Märkten und Ausstellungen ihre liebevoll gefertigten Stücke.
Wie aufwändig und vielseitig diese Arbeiten sind, konnten die 10 Seminarteilnehmer erfahren. Betty stellte eine Ringelblumensahneseife, eine Lavendelsahneseife und Badekugeln mit diversen Düften her. Am ersten Abend wurde die Seife gekocht. Hierzu wurde zunächst eine hochkonzentrierte Natronlauge angesetzt, mit der sehr vorsichtig umgegangen werden muss. Weitere Bestandteile der Seife waren feste Fette, die geschmolzen wurden, 8 verschiedene Öle (Speise – und Pflegeöle) sowie getrocknete, zerkleinerte Blüten (Lavendel und Ringelblume), Duftöle und kosmetische Pigmentfarben. Es muss grammgenau auf die Zusammensetzung geachtet und beim Mischen der Fette mit der Lauge muss auf gleiche Temperaturen der beiden geachtet werden. Nachdem die Seifengrundmasse hergestellt war, kamen die Düfte und Blüten hinzu, dann wurde die Masse geteilt und mit unterschiedlichen Farbbestandteilen versetzt. Anschließend goss Betty die zwei verschiedenfarbigen Seifenmassen in die Form und vermischte sie leicht mit einem Holzstab.
Die Seife musste über Nacht fest werden und wurde am nächsten Abend mit einem Käseschneider in Stücke zerteilt. Fein marmorierte und herrlich riechende Seifen waren entstanden. Die Herstellung von Badekugeln führte Betty an diesem zweiten Abend vor. Schmelzen von Butter und Fett, Hinzufügen von Natron, Zitronensäure, Maisstärke, Pflege – und Duftölen und einem Emulgator, schon war die Masse fertig und konnte zu Kugeln geformt werden. So konnte jeder eine Badekugel mit nach Hause nehmen, wohingegen auf die Seife noch 5 Wochen gewartet werden muss, bis sie ausgehärtet ist. Vielen Dank, Betty und Henner, das Seminar hat uns sehr gut gefallen!

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4 Kommentare zum Beitrag
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Nicole Henshke aus Marburg am 22.10.2008 um 14:24 Uhr  
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Bernhard Hermann aus Marburg am 25.10.2008 um 14:19 Uhr  
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Wilfried Scholl aus Gladenbach am 31.10.2008 um 16:06 Uhr  
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Rita Reinhardt aus Ebsdorfergrund am 31.10.2008 um 16:49 Uhr  
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