Eder-Bike-Tour 2015

Die Staumauer (Foto: Dana Runde, bearbeitet von Rabea Bender)
 
unsere Route - Hin und zurück 45 km (Foto: Chris Richter)
Am 14. Juni war es wieder soweit: Der beliebte und jährlich stattfindende Fahrraderlebnistag „Eder-Bike-Tour“ lud wieder zum Radeln und Spaß haben entlang der Eder ein. Auf dem Eder-Radweg konnten Radfahrer das Edertal in diesem Jahr zwischen Bad Berleburg-Aue - Hatzfeld - Frankenberg - Vöhl - Herzhausen - Edertal-Hemfurth - Edersee und Fritzlar auf 123 km Länge genießen.

Am Tag der Veranstaltung konnten sich die Radler auf besondere Aktionen freuen. Sie machen den Ausflug durch das Edertal immer wieder zu einem einzigartigen Erlebnis. Außerdem gibt es jedes Jahr entlang der Strecke viele Stempelstationen. Wer mindestens drei unterschiedliche Stempel auf seiner Karte hat, nimmt an der Verlosung von Fahrrad Gutscheinen teil.

Bereits in den Vergangenen Jahren waren P. und ich hier mitgeradelt. Ich war zum ersten Mal in 2012 dabei. Damals von Dodenau nach Viermünden und zurück, insgesamt 58 km, in 2013 von Dodenau nach Raumland und wieder zurück, etwa 44 km, in 2014 dann mal von Frankenberg aus nach Asel-Süd und zurück, 57 km. Dieses Mal wollten wir von ganz hinten (oder vorne, je nach Ansicht) starten. Also ging es zu unserem diesjährigen Startpunkt: Fritzlar. Neu war auch, dass wir mit 5 Personen starten wollten, was zuvor schon einiges an Planungen mit sich brachte. Wie viele Autos brauchten wir? Wie die Räder transportieren? Natürlich gibt es an solchen Tagen auch ein ausreichendes Angebot der Kurhessenbahn, aber da wir die Räder sowieso bis zum nächsten Bahnhof hätten transportieren müsse, entschieden wir uns dann dafür mit dem Auto weiter zu fahren. Der Wetterbericht schwankte in den Tagen vorher immer wieder mal, aber es schien darauf hinauszulaufen, dass wir Glück haben würden. Wir trafen uns am Samstagabend zum planen. Wann Frühstück? Wann Abfahrt? Wer fährt? Mit wem? Wie werden die Räder transportiert? Das nahm schon einige Zeit in Anspruch. Aber dann stand es fest: Frühstück 08:15 Uhr, Verladen und Abfahrt 09:00 – 09:30. Kurzer Zwischenstopp, da einer unserer Teilnehmer noch wählen gehen wollte und weiter nach Fritzlar.

Aber in der Umsetzung kommt es oft erst mal ein bisschen anders als geplant. Noch von der Letzen Tour war das Rennrad eines Teilnehmers platt, der Schlauch war gewechselt, musste aber noch aufgepumpt werden. Dies nahmen auch die anderen Teilnehmer zum Anlass ihre Räder noch mal aufzupumpen, was zur Folge hatte, dass einem Teilnehmer sein Ventil um die Ohren flog. Außerdem musste noch ein Handyhalter montiert werden und das Verladen nahm mehr Zeit in Anspruch wie geplant. Da wir an meinem Auto den Radträger montierten, was wir zuvor an diesem Auto noch nicht gemacht hatten, stellten wir kurz nach der Abfahrt fest, dass die Elektronik nicht funktionierte. Also beim Zwischenstopp die Verbindungen überprüft, aber der Fehler ließ sich nicht ganz beheben.

Die genaue Ankunftszeit weiß ich nicht mehr, es könnte so gegen 11:15 Uhr gewesen sein, bis wir starten konnten vielleicht 11:30 Uhr. Direkt an unserem Startpunkt erhielten wir die Karten mit dem ersten Stempel, hier gab es auch Getränke und Essen, Informationen und eine Toilette. Aber all das brauchten und wollten wir noch nicht. Los ging´s. Entlang der Eder über sehr schöne Radwege. Die meisten davon geteert, einige mit feinem Schotter, der aber relativ fest und gut befahrbar war. Mit unseren vier MTB auch kein Problem, ein bisschen bedenken hatten wir wegen unseres Rennradlers. Auch hier schien es länger nicht ergiebig geregnet zu haben, denn die Fahrer vor uns wirbelten uns eine ganze Menge Staub in die Gesichter. Bereits nach nur 8 Kilometern gelangten wir an die erste Stempelstelle in Wega. Von der Landschaft und den vielen kleinen Rastplätzen entlang der Eder waren wir total begeistert und auch der Streckenverlauf war äußerst angenehm. Aufgrund der meist recht ebenen Beschaffenheit ist dieser Radweg auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Zu sehen gab es unter anderem ein Storchennest, viele Schwäne auf der Eder und herrliche Ausblicke. Noch keine 7,5 km weiter kam die dritte Stempelstelle in Sicht. Dort feierte die Ortsansässige Feuerwehr von Bergheim ein Fest, es gab auch hier viele kulinarische Leckereien, Getränke und mehr. Da wir aber das Gefühl hatten noch nicht mal richtig warm zu sein, gab es nur einen Schluck aus unseren Trinkflaschen, den Stempel und weiter ging es. Zügig gelangten wir zur vierten Stempelstelle. Diese befand sich in Mehlen in der Dorfmitte. Aber auch hier fuhren wir nach dem Stempeln sofort weiter, wir wollten erst in Hemfurth rasten. Vorher passierten wir noch den Affolderner See, der ebenfalls von zahlreichen Schwänen besiedelt war. Vorbei am „Tollen Haus“ am Edersee, welches auf dem Kopf zu stehen scheint, der Draisinen Bahn, die Fahrrad-Draisine, die auf Schienen entlang des Affolderner Sees, zwischen Affoldern und Hemfurth zu finden ist (weitere Infos unter http://www.eder-draisine.de) und vielen spannenden Sehenswürdigkeiten mehr.

So erreichten wir nach einem kleinen Anstieg kurz vor der Sperrmauer unser heutiges Ziel. Hemfurth. Wir fanden zügig ein Hinweisschild auf die dortige Stempelstation, die selbige aber erst nach etwas Rumgesuche direkt am Infopoint auf der Staumauer. Wir ließen uns den 5. Stempel in unser Heft drücken und begaben uns auf die Suche nach etwas essbarem. Schnell wurden wir fündig, setzten uns, sahen uns die Karte an und überlegten. Überwiegend Fisch auf der Karte und nicht jeder fand schnell ein geeignetes Gericht. Irgendwann hatte jemand die Idee das wir uns einfach auf die Wiese setzen könnten und jeder sich etwas essbares seiner Wahl holt. Gesagt getan. Wir ergatterten eine freie Bank und während einer Räder und Gepäck bewachte, strömten die Anderen zum Essen holen aus. In aller Ruhe speisten wir und beobachteten dabei weitere an- und abreisende Radler. Nach einer ausgiebigen Pause starteten wir wieder den Rückweg, der in diesem Fall vermutlich noch schneller zu bewältigen sein würde. Denn diesmal ging es schon beim losfahren erst mal bergab, das viele Anhalten fürs Stempeln würde entfallen und auf der Hinfahrt hatten wir Gegenwind, erhofften uns von daher jetzt Rückenwind. So war es dann auch. Wir kamen gut voran. Lediglich an einer Stempelstation hielten wir kurz an um unsere Karten mit Namen zu versehen und abzugeben. Nun heißt es Daumen drücken in der Hoffnung dass einer von uns gezogen wird. Dort waren einige Räder ausgestellt und unsere Mitradlerin hätte am liebsten sofort vor Ort eins gekauft. Dennoch verweilten wir nur kurz und waren schon fast am Ziel als: .... ja was wohl? Unser Rennradler einen Platten hatte. Vielleicht von der Holzbrücke, die er ein Stück weiter vorne passiert hatte? Wir beratschlagten dass wir Anderen unsere Fahrt zügig zu Ende bringen würden, er an die nächste Landstraße schieben würde und wir ihn dort mit einem unserer Autos wieder einsammeln kämen. Es waren vielleicht noch 5 km und so beeilten wir uns, während D. L. uns seinen Standpunkt per Handy übermittelte. Er stand in Ungedanken am Ortsrand. D. R. und C. nahmen mein Auto um ihn abzuholen, während P. und ich eigentlich schon mal zwei Räder auf D.L.´s Auto packen wollten. Aber wir kamen nicht so ganz klar und gaben auf. Die Sonne brutzelte mittlerweile recht ordentlich und ich lieh P. ein „Had“-Tuch von mir, da er schon ganz rot im Nacken war. Den hatte er wohl vergessen einzucremen. Wir suchten ein wenig Schatten und warteten. Nach einer für uns gefühlten Ewigkeit kamen alle drei wieder bei uns an. Sie waren einmal in die falsche Richtung gefahren, mussten auch noch mal umkehren, weil D.L. seine Handschuhe hatte liegen lassen. Nun gut. Das Verladen ging dann schnell und zu Fuß ging es noch auf ein letztes Getränk zurück zur Stempelstelle, die nur ein paar Hundert Meter entfernt vom Parkplatz war, da unsere Trinkflaschen nun endgültig leer waren. Für den Ein- oder Anderen gab es ein Radler und danach starteten wir wieder gen Ebsdorfergrund. Fazit: Trotz kleinerer Pleiten, Pech und Pannen ein schöner Radfahrtag.
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Marburg extra, Anzeiger extra, Hinterland extra | Erschienen am 24.06.2015
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
6.117
Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 17.06.2015 | 17:38  
1.172
Marcell Büttner aus Ebsdorfergrund | 17.06.2015 | 19:58  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.