Zerlegt die AfD sich auf Ihren Parteitag in Erfurt ?

An diesem Wochenende wird sich zeigen, ob die AfD den gleichen Weg, jedoch viel früher als die Piraten-Partei in ihrer Anfangsphase es getan hat, gehen wird.

Auf den Facebook-Seiten spielt dieser Parteitag in Erfurt nur eine Nebenrolle, so dass vermutlich den an anderen gestellten Forderungen für mehr Transparenz und Demokratie ( auch in den Parteien selbst ) , die AfD diesen Anspruch für sich selbst nicht sieht.

Wird die AfD zukünftig einen demokratiefeindlichen Führungsstil ihr eigen nennen dürfen ?

Mit der vorgelegten Satzungsreform sollen Konflikte offenkundig künftig leichter unter Kontrolle gebracht werden. Zunächst soll dafür die Macht an der Spitze gebündelt werden, indem es einen Vorsitzenden gibt, anstatt wie bislang drei gleichberechtigte Sprecher. Die Kandidatur von Mitgliedern für wichtige Posten wird dem Entwurf zufolge eingeschränkt und die Parteispitze kann dann Vorstandsmitglieder mit einfacher Mehrheit absetzen. Bei Konflikten in Untergliederungen der AfD soll die Bundesspitze leichter intervenieren können.

Die IT-Unternehmerin Michaela Merz aus Thüringen, die im Bundesvorstand für Netzpolitik zuständig war, trat aus Protest gegen den Entwurf zurück. In einem offenen Brief schrieb sie an Lucke, die AfD müsse den eigenen "besonders hohen Ansprüchen an Basisdemokratie" gerecht werden.

Und Alexander Dilger, AfD-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl und Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in NRW, bezeichnet den Entwurf in seinem Blog als "Katastrophe" und "einer demokratischen sowie rechtsstaatlichen Partei unwürdig".

Es wäre nicht das erste Mal, dass Lucke die auf dem Papier für Basisdemokratie kämpfende Partei von seinem Vorgehen überzeugt. Vor knapp einem Jahr beschloss die AfD ihr Programm zur Bundestagswahl. Bemerkenswert: Lucke nutzte die aufgeputschte Stimmung nach seiner Rede, um zu verkünden, man wolle doch erst dem vorgelegten Programm zustimmen und dann darüber diskutieren.
Wie bitte ? Erst ein Programm verabschieden und anschließend darüber diskutieren, was man hätte anders machen können und sollen.
Die umgekehrte Reihenfolge wäre hier doch wohl sinnvoll gewesen.
Diese Vorgehensweise erinnert mich an etwas, was ich hier und heute nicht näher erläutern möchte.

Ob dies am Wochenende wieder so sein wird, erscheint wahrscheinlich, aber nicht ganz sicher. Ein Vorschlag, die Parteimitglieder künftig per Losverfahren zu Parteitagen einzuladen, steht aktuell wohl nicht mehr zur Debatte.
Man wird wohl mit Rücksicht auf die Europawahl " Zwistigkeiten " zunächst ausblenden und zeitlich verschieben, kein gutes Zeichen für die Kommunalwahl NRW, die wie die Europawahl auch am 25.05.2014 stattfindet..

Hier muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden und es muss die AfD viel transparenter werden, wenn der Bürger sein Kreuz an gewünschter Stelle machen soll.
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4 Kommentare
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Hans-Jörg Wiezorek aus Duisburg | 22.03.2014 | 12:50  
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Klaus Rietz aus Duisburg | 22.03.2014 | 22:10  
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Klaus Rietz aus Duisburg | 23.03.2014 | 22:16  
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Klaus Rietz aus Duisburg | 26.03.2014 | 11:25  
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