Loveparade-Katastrophe: Nur zehn Personen werden angeklagt

Von sechzehn Beschuldigten sollen jetzt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nur noch zehn als Angeklagte und mutmaßliche Haupttäter in Frage kommen.

Bei diesen Personen handelt es sich um Mitarbeiter der Firma Lopavent des Veranstalters Schaller und Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung. Hinzu kommt der ehemalige Beigeordnete der Stadt Duisburg, Rudolf Dressler.

Nicht angeklagt wird Rechtsdezernent Wolfgang Rabe, der Leiter des Ordnungsamts, Bölling, und der zum Zeitpunkt der Katastrophe verantwortliche Polizeiführer Kuno Simon.


Nicht nachvollziehbare Entscheidung

Damit wird keiner der Top-Leute auf der Anklagebank sitzen. Ex-OB Adolf Sauerland ist bereits seit langem nicht mehr auf der Liste der Strafverfolger. Ähnliches gilt für Lopavent-Besitzer Schaller.

Übrig geblieben sind einige Angestellte der Stadt und des Veranstalters, die wohl nahe genug am Geschehen waren, so dass man ihnen einige Verantwortung anhängen kann. Dazu der ehemalige Beigeordnete Dressler.

Völlig unverständlich ist, dass nicht ein einziger Polizeiführer vor Gericht steht und auch die Verantwortlichkeiten des Innenministers komplett außen vor sind.

Klaus Happel: "Wenn das wirklich der kümmerliche Haufen sein sollte, der nach mehr als drei Jahren Ermittlungen jetzt angeklagt wird, dann ist das ganze Verfahren eine Farce. Hier kommt die Gerechtigkeit nicht nur zu spät, sie kommt gar nicht. Die Angehörigen der Opfer müssen sich verhöhnt fühlen."
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4 Kommentare
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Klaus Happel aus Duisburg | 31.01.2014 | 09:50  
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Klaus Rietz aus Duisburg | 31.01.2014 | 10:43  
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Klaus Happel aus Duisburg | 31.01.2014 | 14:24  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.02.2014 | 02:22  
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