Busse in Mönchengladbach

Politik entscheidet über Weiterentwicklung des Busnetzes
ÖPNV-Linienkonzept geht in die nächste Runde: Rat entscheidet abschließend

Busfahren steht bei den Mönchengladbachern hoch im Kurs. Das Busnetz weist einen überaus hohen Ausnutzungsgrad auf und Busse sind so stark nachgefragt, dass es teilweise zu Kapazitätsproblemen kommt. Allerdings ist das bestehende Busliniennetz in die Jahre gekommen. So fehlen etwa wichtige Verbindungen, die sich durch Veränderungen der Stadtstruktur im Laufe der Jahre ergeben haben. Das hat eine Onlinebefragung mit mehr als 1.700 Teilnehmern im Herbst vergangenen Jahres ergeben, deren Ergebnisse mit in das neue ÖPNV-Linienkonzept für den Nahverkehrsplan (NVP) eingeflossen sind und das die Verwaltung für die weitere politische Beratung in den Planungs- und Bauausschuss im Frühjahr eingebracht hat. Vor dem Hintergrund, dass ab Dezember 2019 die Verkehrsleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) fristgerecht im Rahmen eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags EU-konform zu vergeben sind, bildet der Nahverkehrsplan für die Leistungsbeschreibung eine notwendige Grundlage. Wesentlicher Baustein des Nahverkehrsplans ist das ÖPNV-Linienkonzept, das jetzt auf den Prüfstand gekommen ist und spätestens im September dieses Jahres durch den Rat beschlossen werden soll.

Nach den politischen Beratungen in der ersten Runde stehen nun drei Szenarien zur Wahl, die in dieser Woche (29. August - 2. September) den Bezirken und anschließend dem Rat und seinen Ausschüssen zur abschließenden Beratung vorgestellt werden. „Das Busliniennetz spielt im Kontext einer Wachsenden Stadt für die Lebensqualität der Bürger eine herausragende Rolle. Kapazitätsengpässe sowie Bedienungslücken sollen behoben werden. Gerade auch mit Blick auf die Umwelt, braucht eine Stadt ein leistungsfähiges ÖPNV-Linienkonzept, das von möglichst vielen angenommen wird“, betont Dr. Gregor Bonin, zuständiger Dezernent für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt.


Drei Szenarien stehen zur Diskussion


Für eine sachgerechte Abwägung wurden drei Szenarien aufgestellt:

Szenario 1 als Einsparszenario greift eine im Haushaltssanierungsprogramm (HSP) ausstehende Resteinsparung in Höhe von jährlich 254.000 Euro auf und würde zur Reduzierung des ÖPNV-Angebotes führen. Die Folge: es käme im verstärkten Maße zu überfüllten Bussen und größeren Taktlücken. Wichtige Entwicklungsgebiete der Stadt Mönchengladbach könnten nicht angebunden werden. Für eine nachhaltig wachsende Stadt ist das Szenario nicht geeignet.

Szenario 2 als solider Grundstock und Mindestangebot für eine wachsende Stadt weist einen moderaten, leistungsfähigen Ausbau des ÖPNV-Angebotes mit mehr als 30 Änderungen im Liniennetz gegenüber dem Status Quo auf. Schwerpunkte sind unter anderem eine Angebots- und Taktverdichtung auf einigen nachfragestarken Achsen (10-Minuten-Citytakt), die Ergänzung fehlender Schnellbusverbindungen, neue Tangential- und Ringlinien sowie die Taktreduzierung bei schwach nachgefragten Linienabschnitten. Außerdem sollen Kapazitätsengpässe beseitigt, die Verknüpfung zwischen Bus- und Bahnlinien verbessert und neue Entwicklungsgebiete in der Stadt besser erschlossen werden, unter anderem die Gebiete City-Ost, Nordpark sowie Roermonder Höfe.

Zur Erreichung eines optimierten und richtliniengerechten Standards für Städte über 250.000 Einwohner wäre eine Weiterentwicklung zum Szenario 3 erforderlich. Auf Achsen, die besonders stark nachgefragt sind, ist eine Taktverdichtung (10-Minuten-Citytakt) vorgesehen. Auch hier sollen das Schnellbusangebot ausgeweitet, weitere Tangential- und Ringlinien eingerichtet, Erschließungsdefizite konsequent beseitigt und Bus- und Bahnlinien besser miteinander verknüpft werden. Weiterer Schwerpunkt in diesem Szenario ist eine leistungsfähige Erschließung der Entwicklungsgebiete. Allerdings ist dieses Szenario mit sehr hohen Kosten verbunden.

Ich bin selbst viel in Mönchengladbach unterwegs. Zumindest am Wochenende, wenn ich Zeit und Lust habe und mir mein Ticket 2000 die Anreise aus Duisburg kostenfrei erlaubt. Ich bin wirklich mal gespannt, wie sich das Busnetz in Mönchengladbach entwickeln wird. Von daher gebe ich diese Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach gerne weiter.
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