Der Wasserkreislauf:Haben wir Kreislaufprobleme?

Duisburg: Stadtgebiet | Ich meine hier aber nicht den menschlichen Kreislauf sondern den Wasserkreislauf.

Hierzu eine kleine Geschichte:

Zuerst ein paar Fakten:

70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. Hiervon sind 97 Prozent Salzwasser und nur 3 Prozent Süßwasser. Das meiste Süßwasser befindet sich aber gebunden im antarktischen Eis. Nur 0,3 Prozent des Süßwassers steht für den menschlichen Genuss zur Verfügung. Die gesamte Wassermenge auf der Erde beträgt ca. 1,5 Milliarden Kubikkilometer. Dieses Wasser befindet sich in den Ozeanen, im antarktischen Eis, in Flüssen und Bächen und im Boden als Grundwasser.

Verfolgen wir einmal einen Wassertropfen auf seiner langen Reise.

Nehmen wir mal an er schwimmt genüsslich im Ozean herum und geniesst sein Dasein. Er möchte aber gerne in die Wärme und schwimmt zum Äquator. Hier ist er der Sonne an Nahesten. Die Sonne scheint dort mit einer Energie von ca.1400 Watt pro Quadratmeter auf ihn herab. Jetzt wird es ihm zu warm und er verdunstet ( zum Verdunsten von einem Gramm Wasser werden 2,45 KJ benötigt). Er steigt nach oben und stellt fest das noch viele seiner Kollegen mitkommen. Auf dem Weg nach oben wird es immer kälter und er kommt an eine Grenze wo er sich entscheiden muss ob er nach rechts oder links will (nördliche oder südliche Halbkugel). Er entscheidet sich für Links und gelangt auf seinem Weg auf die nördliche Halbkugel nach einem langen Hin und Her auf den nördlichen Breitengrad von 51°23´57“ Da er auf seiner langen Reise stark unterkühlt wurde ist er so schwer geworden das er absinkt und in die Ruhrauen in der Nähe vom Hattingen fällt ( Hattingen liegt nämlich auf diesem Breitengrad- das er auch auf dem östlichen Längengrad 7°11`9“ runtergekommen ist hat er nicht mitbekommen-ich will hier auf die Erklärung von terrestrischer Navigation und dem Lösen von goniometrischen Gleichungen bewusst verzichten.
Er versickert im Boden. Neben diesem Gebiet der Ruhrauen befinden sich Sickerbrunnen. Nach dem Durchlaufen des Erdreiches gelangt er in diesen Brunnen. Dort befinden sich bereits viele seiner Kollegen. Zusammen werden sie über eine Tauchpumpe nach oben gefördert. Da sie sich auf der langen Reise ein bisschen dreckig gemacht haben müssen sie erst gesäubert werden.

Zum Schluss gibt es noch ein ein wenig Chlor dazu ( 50-100ppm) und schon geht es in das Wassernetz von Gelsenwasser. Es ist dunkel in den Rohren und er fürchtet sich!
Nach einiger Zeit wird es plötzlich hell und er bemerkt das er in eine Glaskanne fällt und anschliessend in einem Braunen Pulver versinkt . Jetzt wird es ihm sehr heiss und er verschwindet nach kurzer Zeit, versehen mit Milch und Zucker , im Magen.
Am nächsten Morgen kommt er wieder zum Vorschein ( ich möchte an dieser Stelle auf den Vorgang nicht näher eingehen). Nun gelangt er wieder in ein Rohrsystem und trifft nach einiger Zeit seine Kollegen wieder. Alle haben sich wieder dreckig gemacht und müssen in der Kläranlage vom Ruhrverband erst mal richtig gesäubert werden. Nach dem Sandfang und dem aeroben Prozess ( Behandlung mit Luft) gelangt er in die Ruhr. In Duisburg biegt er rechts ab und gelangt nach einigen Stunden in der Nordsee.

Wo er sich jetzt aufhält weiß ich nicht- aber er wird bestimmt irgendwann wiederkommen !

Gute Reise.
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6 Kommentare
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Volker Harmgardt aus Uetze | 28.09.2016 | 14:27  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 28.09.2016 | 14:32  
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Romi Romberg aus Berlin | 28.09.2016 | 15:44  
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Romi Romberg aus Berlin | 28.09.2016 | 16:00  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2016 | 17:34  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 29.09.2016 | 06:33  
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