Christoph Kaldenbach

Christoph Kaldenbach wurde am 11. August 1613 in Schwiebus geboren.
Kaldenbach besuchte seit 1622 das Gymnasium in Frankfurt, wo er sich 1629 auch an der Universität immatrikulierte. Ab 1631 setzte er sein Studium der Philosophie in Königsberg fort, wo er 1639 eine Anstellung als Konrektor der Lateinschule fand. Ab 1645 war er Prorektor, und erst 1647 konnte er endlich die Magisterpromotion abschließen. 1651 wurde er als Professor für Griechisch an die Universität Königsberg berufen. Er war ein aktives Mitglied der Dichtergruppe "Kürbishütte" um Simon Dach.

Sein Ruhm als Altphilologe führte 1656 zu seiner Berufung an die Universität Tübingen, wo er weiterhin gelehrte Schriften wie auch eine außerordentliche Zahl von Gelegenheitsgedichten produzierte. Dünnhaupt verzeichnet nicht weniger als 223 gedruckte Titel. Er war viermal verheiratet und verstarb im für die damalige Zeit hohen Alter von 84 Jahren unter Hinterlassung eines umfangreichen Nachlasses mit vielen Unikaten der Königsberger Dichter, die dadurch bis heute in Tübingen erhalten blieben.

Gestorben ist Kaldenbach am 16. Juli 1698 in Tübingen.

Ich gestehe es gerne: Hätte ich mich im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit nicht mit Ostpreußen, der Heimat meiner Mutter, beschäftigt, wäre ich nie auf Kaldenbach gestoßen. Zu unbekannt ist er heute, als daß sein Name in unseren Tagen zur Allgemeinbildung gehören würde.

Von daher habe ich in normalen städtischen und Universitätsbibliotheken auch gar nicht erst nachgeschlagen, ob seine Werke dort vorhanden sind. Ob und inwieweit es Spezialbüchereien gibt, in denen gezielt Bücher ostpreußischer Autoren gesammelt werden, ist mir nicht bekannt.
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Heinrich Rautenhaus aus Marburg | 04.08.2014 | 01:35  
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