Duisburg: Innenhafen | Es ist soweit: das Kulturhauptstadtjahr 2010 neigt sich dem Ende zu. zum großen Abschied wird es neben der Hauptveranstaltung im Gelsenkirchener Nordsternpark auch Programm in Dortmund, Essen und Duisburg geben. Als Leitmotiv dient ein Schiff, dass durch die Kulturhauptstadt fährt. Ein Motiv, dass zum Hafen der Kulturhauptstadt Duisburg passt, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Mit dem blick auf die Zukunft wurden als Spielorte eben jene ausgewählt, die in diesem Jahr für die Region als "zukunftsorte" an den Start gegangen sind. Für Dortmund ist es das Dortmunder U, in Essen das Sanaa-Gebäude und für Duisburg der Erweiterungsbau der küppersmühle am Innenhafen. Der ist zwar noch nicht fertig, doch schon in seinen Anfängen kann man im zukrünftig schwebenden Container ein mögliches neues Wahrzeichen der Stadt erkennen. Hier soll nun der Jahresabschluss Ruhr2010 für Duisburg gefeiert werden. Und zwar mit "Würde, Sensibilität und Freude", so Kulturdezernent Karl Janssen.
"Wir können nicht nur feiern"
Bei einem Resümee dieses Jahres vor Ort ist eine ungetrübte Feier nicht angebracht. Die Inszenierung trägt den tragischen Erreignissen der Loveparade Rechnung. Sie soll erinnern aber auch Hoffnung geben. "Wir können nicht nur feiern", kommentiert Frank Jebavy, Leiter des Festivalbüros der Duisburg Marketing Gesellschaft. Dennoch wird es eine angemessene Abschlussfeier, die aus drei Punkten besteht: 1. dem Bühnenprogramm mit Chören des !Sing Day of Song, 2. dem Stück "Ithaka" und 3. der Fortsetzung des Rahmenprogramms mit Kai Magnus Sting, Mobilée und den Philharmonixx.
Eine besinnliche Reise
Die Regie wird Johannes Lepper übernehmen. Kernstück seiner Inszenierung wird das Stück "Ithaka" sein, in welches er zwei Texte einbindet, die von der markanten Stimme Christian Brückners vorgetragen werden. Es handelt sich zum einen um Hermann Hesses "Merkwürdige Nachrichten von ein anderen Stern" und zum anderen um einen Auszug aus Homers "Odyssee". Er wolle mit der Aufführung "auf innere Punkte zurückführen" und gegen den "Faster, Bigger, Better, More"-Trend angehen, so Lepper. Es soll eine besinnliche Schau werden, die zeigt, was in Duisburg geleistet wurde. Der zentrale Gedanke sei das Bild einer langen Reise trotz Ankunft, so Lepper, der damit die Geschichtes des Odysseus und seiner Heimatstadt Ithaka mit der Duisburgs verbindet. Video- und Lichtprojektionen, untermalt mit Musik von Tim Isfort und seinem Orchester ergänzen das Programm. Überdies gibt es ein Wiedersehen mit den Bänken vom Still-Leben, den Schachtzeichen-Ballons und auch den Marxloher Bräuten, nun in der Winterausgabe.
Zeiten und Orte
Das gemeinschaftliche Ausklingen des Kulturhauptstadtjahres beginnt 16:30 und endet ca. gegen 19 Uhr. Um 17:55 schaltet der WDR live nach Duisburg. Die Bühne steht am hinteren Hafenbecken unter der Brücke der A59. Warm anziehen ist angebracht, zur Unterstützung wird Glühweiin angeboten.
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