Prämie für Elektro-Autos: Schmeißt der Staat wieder Geld zum Fenster heraus ?

Düsseldorf: Stadtgebiet | Die Bundesregierung hat beschlossen, jedem Bürger, der sich ein Elektroauto kauft, eine Prämie von 4000,-Euro zu zahlen. Ist das Geldverschwendung, oder hat diese Entscheidung einen positive Einfluss auf die Umwelt?

Wenn es alleine um die Einsparung des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid geht, sollte man wissen, dass Deutschland an dem jährlichen Gesamtausstoß des Kohlendioxid zu 2 Prozent daran beteiligt ist. Die größten Verursacher sind Indien, China und die USA.

Erst wenn der gesamte Strom für den Betrieb eines Elektroautos aus alternativen Energien stammt, ist ein Elektrofahrzeug umweltfreundlich!

Hier noch einmal ein paar Fakten und Ansichten dazu:

Aber entscheiden Sie selbst !

Strom statt Sprit ?

Hier mal ein paar Informationen:


Sie kennen wahrscheinlich den Spruch:
„Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“!


Aber wie kommt er dahin?

Ich möchte die Euphorie über das Elektroauto nicht dämpfen- aber ganz so nachhaltig und umweltschonend ist ein Elektroauto im Moment nicht!

Begründung:

1. Stromerzeugung-allgemein
Bei der Erzeugung einer Kilowattstunde (KWh) werden in einem Kohlekraftwerk zwischen 800 und1100 Gramm Kohlendioxid (Treibhausgas-Erwärmung der Atmosphäre) freigesetzt!

2. Wirkungsgrad eines Kraftwerkes
Ein Kohlekraftwerk hat nur einen Wirkungsgrad von 40 Prozent. Der Rest der Primärenergie wird in Abwärme(!) und umweltschädlichem Kohlendioxid umgesetzt!

3. Energieverbrauch zur Herstellung eines Elektroautos
Zur Herstellung eines Elektrofahrzeuges wird mehr Energie benötigt als zur Herstellung konventioneller Autos!

4. Wirkungsgrad eines Elektroautos
Der Wirkungsgrad eines Elektroautos (Verhältnis der eingesetzten Energie zur umgesetzten Fahrenergie) ist geringer als bei normalen PKW!
Siehe hierzu:
http://e-auto.tv/verbrauch-ladeverlust-und-wirkung...

5. Gefahren beim Betrieb eines Elektroautos
Bei einem verunfallten Elektroauto besteht für Insassen und Helfer die Gefahr von Stromschlägen.

Fazit:
Erst wenn die GESAMTE ENERGIE aus Sonnen- Wind-und Wasserkraft hergestellt wir lohnt es sich über Elektroautos nachzudenken!!

....... es gibt noch viel mehr Punkte welche ich nennen könnte die noch optimiert werden müssen bevor man ein Elektroauto in den Verkehr bringt.

Hierzu noch ein kleines Rechenbeispiel:

Kraftstoffbetriebenes Fahrzeug:
Ein benzinbetriebener PKW erzeugt ca. 150g Kohlendoxid pro Kilometer.

Elektrofahrzeug:
Energieverbrauch eines Elektroautos:
Fahrzeug- BMWi3. Energieverbrauch pro 100km 12,8 KWh.

Notwendige Ladung hierfür: 15,5KWh

Wirkungsgrad der Stromerzeugung: 40 Prozent
Notwendige Primärenergie: 38,75 KWh

CO2 Belastung: 38,75KWh mal 1100g CO2 pro KWh
Gesamtkohlendioxid: 42625g für 100km Fahrleistung

Kohlendioxidbelastung pro Kilometer: 426 Gramm !!!

Die Rechnung hinkt natürlich ein wenig, weil ich den Energieverbrauch, der entsteht bis ein Liter Treibstoff im Tank ist, nicht berücksichtigt habe. Aber vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.

Fazit:
Beim Betreiben eines Elektrofahrzeuges wird fast die 3 fache Menge an Kohlendioxid (Treibhausgas) in die Atmosphäre abgegeben als beim Betreiben eines konventionellen PKW

Die Entwicklung eines Elektroautos ist sinnvoll daran besteht kein Zweifel! Jedoch müssen, bevor der Einsatz großflächig durchgeführt werden kann, noch einige wichtige technische Probleme gelöst werden. Solange die benötigte Energie noch dezentral erzeugt werden muss kann das vorhandene Stromnetz verwendet werden.
Sollten Solarparks entstehen, so werden größere Flächen zur Erzeugung der Energie benötigt. Hierzu müssen mehrere großflächige Gebiete zur Verfügung stehen.

Hierzu ein Beispiel:
In unseren Breitengraden ist mit einer durchschnittlich nutzbaren Sonnenenergie von 250 Watt je Quadratmeter zu rechnen. Bei einer Sonnenscheindauer von durchschnittlich 6 Stunden pro Tag beträgt die Energieausbeute hierbei 1,50 Kilowatt pro Quadratmeter. Wenn ich mal annehme, dass wir in Hattingen 20.000 Fahrzeuge mit der notwendigen Energie für eine Tageskilometerleistung von 100 Kilometer versorgen wollen, dann benötigten wir hierzu eine Nettogesamtfläche von 200.000 Quadratmeter. Diese Energie müsste in einen zentralen Speicher eingespeist werden von dem aus die Ladestationen versorgt würden. Die Ladestationen hätten einen zusätzlichen Flächenbedarf von ca. 50.000 Quadratmeter. Jetzt kommen noch die Zufahrt- und Abfahrtwege und die peripheren Einrichtungen dazu, so dass wir mit einem Bruttoflächenbedarf von ca. 500.000 Quadratmeter zu rechnen haben. Das wäre eine Fläche von ca. 700x700m.
Bei einer Streckenleistung von mehr als 100 Kilometer pro Tag muss die Fläche entsprechend vergrößert werden. Auch wenn der Durchgangsverkehr die Möglichkeit haben soll Solarenergie zu tanken steigt der Flächenbedarf. Da der Ladevorgang mehrere Stunden dauert muss auch die Möglichkeit bestehen, das der Autofahrer diese Zeit sinnvoll nutzen kann.
Hier wäre wahrscheinlich der Einsatz einer Akku Wechselstation vernünftiger.
Weitere Punkte:
Dieses ist ein rein theoretisches Beispiel, welches nicht berücksichtigt das wir während der Dunkelheit noch Energie für die Lichtversorgung, und im Winter noch Heizenergie benötigen.Eine Klimaanlage wird sinnvoller Weise nicht vorgesehen.

Auch die Lebensdauer der noch nicht voll entwickelten Ladeakkumulatoren ist begrenzt. So kann es möglich sein das der Akku nach häufigen Ladevorgängen ausgetauscht werden muss.
Eine Kostenabschätzung ist bei dem jetzigen Entwicklungsstand noch nicht möglich.
Ich habe hier nur einen kleinen Aspekt beleuchten können, aber zur generellen Einführung von Elektroautos muss auch ein entsprechendes Konzept bestehen.

VORBEMERKUNG:
Ich bin für die Entwicklung eines technisch ausgereiften Elektrofahrzeuges! Aber vor dem großflächigen Einsatz müssen noch bestimmte Punkte berücksichtigt werden!

Hier mal eine kleine Auswahl.

Ist die Automobilindustrie überhaupt an der Entwicklung von Elektrofahrzeugen interessiert, und hat sie auch ein wirtschaftliches Interesse daran?

Bedenkenswerte Punkte:

- Händler- und Werkstättennetz
- Ersatzteilstruktur
- Ausbildungsberufe
- Produktion und Entsorgung von Akkus (Sondermüll)
- Steigender Kupferbedarf (Ausbeutung von Entwicklungsländern)
- Reduzierung der Akkuleistung im Winter
- Brandgefahr bei Kurzschlüssen
- Korrosion der Elektrik durch Kondenswasser
- Lebensdauer der Stromspeicher
- EU weite Ladestationen
- Mehr störanfällige Elektronik
- Schutz des Innenraumes vor Elektrosmog
- Einsatz von Heizung und Klimaanlagen
- Mehr Einsatz von Edelmetallen (Kontakte/Elektronik)
- Rückgewinnung von Werkstoffen von Altfahrzeugen
- Infrastruktur der Stromerzeugung und Stromverteilung
- Stromkostenentwicklung (ähnlich Benzinpreis Steigerung?)
- Besteuerung der Energie (Preisbildung)
- Kostenentwicklung bei steigendem Bedarf (Preisgarantie)
- Staatliche Unterstützung

Das ist nur eine kleine Auswahl von Punkten zu denen entsprechende Überlegungen nötig sind!

Was Blei und Schwefelsäure angeht kann ich Sie ein wenig beruhigen. Die gute alte Bleibatterie kommt bestimmt nicht mehr zum Einsatz!
Heute gibt es mehrere, meist noch nicht serienreife, andere Stromspeicher. Dazu zählen z.B.:
- Der Lithium-Ionen Akku
- Der Lithium-Schwefel Akku
- Der Magnesium Akku
- Der Lithium-Sauerstoff Akku
Wichtige Faktoren hierbei sind z.B. das Leistungsgewicht, die Ladezyklen, die Lebensdauer und das Gewicht. Auch muss die Verfügbarkeit der Materialien, wie z.B. Lithium, geprüft werden.
Hier ein paar zusammengefassten Fakten.
1. Das Gewicht des Akkus hängt von seiner Kapazität ab. Grob kann gesagt werden, dass man pro Kilogramm Akkugewicht ca. 0,2 bis 0,4 KWh speichern kann. Ein Elektrofahrzeug wird zwischen 18 und 30 KWh pro 100 Kilometer verbrauchen. So kommt man schnell auf ein Gewicht von ca.200 bis 400 Kilogramm für den Akku.
2. Der Preis. Klare Aussagen hierüber sind heute für den späteren Serieneinsatz nicht möglich. Man rechnet mit ca. 100 Dollar pro Kilowattstunde. Die Kosten für einen einsatztauglichen Stromspeicher werden zwischen 4000 und 20.000 Dollar pro Fahrzeug liegen.
3. Die Verfügbarkeit der benötigten Materialien, z.B. Lithium, ist in den notwendigen Mengen als noch nicht gesichert anzusehen.

Sie sehen daraus, dass ein großflächiger Einsatz von Elektrofahrzeugen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sinnvoll wäre
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13 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.09.2016 | 22:07  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 21.09.2016 | 03:23  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.09.2016 | 17:25  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 22.09.2016 | 05:29  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.09.2016 | 12:07  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 23.09.2016 | 04:20  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.09.2016 | 15:59  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 26.09.2016 | 07:45  
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gdh portal aus Brunnen | 26.09.2016 | 19:10  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 29.09.2016 | 08:58  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.10.2016 | 18:32  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 26.11.2016 | 05:36  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.11.2016 | 21:42  
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