Minister Gröhe beim Gnadentaler Unternehmertisch

Bundesminister Hermann Gröhe (r.) mit Veranstalterin Jutta Zülow und Moderator Bernd Müller.

Ressortfest zeigte sich Bundes-Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei einem fulminanten Parforceritt durch Gesundheits- und Pflegereform beim Gnadentaler Unternehmertisch am 9. Mai auf Gut Gnadental. Gröhe beantwortete die Fragen von Moderator Bernd Müller so, als ob er schon immer Gesundheitsminister gewesen wäre und nicht erst seit dieser Legislaturperiode des Deutschen Bundestags.


Fester Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung soll abgeschafft werden

Als „Haifischbecken“ bezeichnete der bekannte Fernsehjournalist Bernd Müller das Gesundheitsministerium angesichts der schwierigen Reformen, vor denen der Minister stehe. „Viele wollen unser Bestes, manchmal die Gesundheit, manchmal das was wir im Portmonee haben“, konterte der Minister gelassen. Man müsse allen zuhören, aber später das Beste entscheiden.
Eine gute Nachricht brachte er für alle gesetzlich Krankenversicherte mit: Der Aufschlag von 0,9 Prozent für die Versicherten solle entfallen, die Kassen dafür selbst über die Höhe der Zusatzbeiträge entscheiden können. Sieben Kassen hätten bereits erklärt, dass sie auf Zusatzbeiträge verzichten. Für Arbeitgeber bleibt der Anteil an den Sozialversicherungsbeiträgen zur Krankenversicherung stabil bei 7,3 Prozent. Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen dagegen um 0,5 Prozent für die Versicherten angehoben werden, in einer ersten Stufe ab 1. Januar 2015 um 0,3 Prozent.

Fördermöglichkeiten zur Gesundheitsförderung in den Betrieben sollen bekannter werden

Die Gesundheitsförderung in den Betrieben soll gestärkt werden. Aber das Handwerk müsse jetzt keine Angst haben, dass die Betriebe etwa „Trimm-dich-Beauftragte“ oder Drogenberater einsetzten müssten, so Gröhe. Es gehe im Gegenteil darum darüber zu informieren, dass man Fördermittel erhalten könne, etwa für besondere Büromöbel, die älteren Arbeitnehmern die Arbeit erleichterten. Er bekannte sich klar zur Rente mit 67. Die Arbeitgeber seien hier allerdings in der Verantwortung, dass man länger arbeiten könne.

Der nächste von Unternehmerin Jutta Zülow organisierte Unternehmertisch am Sitz der Firma Zülow in Neuss ist im September angesetzt: Dann wird sich der Vertreter eines Dax-Konzerns den Fragen stellen.

Am Rande der Veranstaltung nutzten die Bäckermeister Georg Kretzschmar und Jens Schäfer die Gelegenheit, um den Minister auf die Initiative „Bildungsfrühstück“ aufmerksam zu machen. Sie überreichten Gröhe ein Büchlein Kretzschmars mit Wissenswertem über Brot und ein Gemälde von Raymund Hinkel. Die Handwerksbäcker hatten das Projekt beim Wettbewerb für den „Rheinischen Innovationspreis“ angemeldet. Leider fiel die Entscheidung der Jury auf eine andere Bewerbung.
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2 Kommentare
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 18.05.2014 | 19:22  
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 18.05.2014 | 22:29  
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