Martin Reichert (AfD): Rücktritt vom Rücktritt

Martin Reichert (AfD)
 
Maurizio Giangreco (AfD)
Martin Reichert (67), ehemaliger Grauer Panther und ehemaliger Freier Wähler, bereitet sich auf eine Spitzenkandidatur mit der Alternative für Deutschland (AfD) bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr in Düsseldorf vor.
Zusammen mit dem Ex-CDU-ler Maurizio Giangreco reisen die beiden Lokalpolitiker derzeit durch Düsseldorf und versuchen geeignete Kandidaten und Unterstützung für sich zu finden.
Martin Reichert ist derzeit noch Bezirksvertreter im Benrather Rathaus auf einem Mandat der Liste de FREIEN WÄHLER. Diese hatte er vor kurzem verlassen und in der Presse angekündigt, dass er sich aus der Politik zurückziehen will.

Reicherts politischer Zick-Zack


Seine politische Karriere begann bei den Grauen Panthern. Für diese war er auch in den Düsseldorfer Stadtrat gewählt worden. Dort suchte er allerdings nach zwei Jahren Kontakt zur PDS (Linkspartei, um möglicherweise mit dieser eine Fraktion oder Gruppe zu bilden. Dies mißlang.
Danach nahm er zunächst an Fraktionssitzungen der CDU teil. Doch auch diese Annäherung zerschlug sich, so dass er sich gezwungen sah, die Wählergemeinschaft "Seniorenbündnis" zu gründen. Doch auch dies blieb erfolglos.
Blieben im Stadtrat die rechten Republikaner. Folgerichtig bot er diesen die Bildung einer Ratsgruppe an. Ratsgruppen erhalten im Gegensatz zu Einzelmandatsträgern deutlich mehr Geld von der Stadt.

Eintritt in die AfD


Der massive Zulauf zur AfD seit dem Frühjahr 2013 weckte in dem erfahrenen Lokalpolitiker die Idee, im Boot der AFD noch einmal in den Stadtrat zu segeln.
Nun schloß er sich also der AfD an und landete zunächst sogar weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit im Düsseldorfer Vorstand.
Hier verlor er keine Zeit und begann sofort, sich für einen Wahlantritt bei der Kommunalwahl einzusetzen, für den es zu diesem Zeitpunkt weder Voraussetzungen noch eine Mehrheit im Stadtverband gab.

Rückzug vom Rückzug


Ende letzten Jahres wurde Reicherts langer Marsch durch die Düsseldorfer Parteienlandschaft bekannt und ging durch die Lokalpresse.
Offensichtlich unter Druck geraten, trat er von seinem Vorstandsamt in der AfD zurück und verkündete in der Rheinischen Post seinen Rückzug aus der Politik - aus Altersgründen.
Jetzt kehrte er wieder zurück, vielleicht auf Drängen der AfD in Düsseldorf, die einen erfahrenen Wahlkämpfer brauchen könnte, der praktisch schon für Alles und Jeden in Düsseldorf Wahlkampf gemacht hat.
Wieder ist sein Ziel: der Kommunalwahlantritt der AfD und sein Einzug in den Stadtrat.
Diesmal darf er auf die Unterstützung eine weiteren, sogar international erfahrenen Fahrensmannes rechnen: Der ehemalige Nachrücker der CDU in den Stadtrat, Maurizio Giangreco, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite.
Giangreco hat wie Reichert bereits eine Reihe von Parteien und mißlungenen Kandidaturen hinter sich. Highlights in seiner Laufbahn dürften allerdings seine beiden gescheiterten Anläufe fürs italienische Parlament gewesen sein.
Auf das Ergebnis dieser Zusammenarbeit darf man gespannt sein.
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