Kürzungen beim Frauenverein Komma - Offene Antwort der Freien Wählerinnen an die SPD

Ratsfrau Chomicha El Fassi
Der Rat wird am Donnerstag eine Kürzung der institutionellen Komma-Zuschüsse um 40.000 Euro beschließen.
Der Frauenverein Komma, so neun SPD-Ratsfrauen in einem offenen Brief „initiiere, unterstütze und begleite Kultur abseits des Mainstreams“ und seine Arbeit werde ohne diese Mittel grundsätzlich in Frage gestellt.
Wir FREIEN WÄHLERINNEN verstehen diese Aktivitäten des Komma als dem Bereich der Freien Kulturszene zugehörig. Wir sind daher nicht der Meinung der Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP, es handele sich um Aktivitäten, die nicht grundsätzlich aus dem Kulturetat gefördert werden könnten.
Allerdings stellt sich für uns FREIE WÄHLERINNEN an dieser Stelle die Frage, inwieweit eine institutionelle Förderung von Aktivitäten in der Freien Szene von uns gewollt sein kann.
Aus unserer Sicht sollten Aktivitäten der Freien Szene, die sich in der Vergangenheit auch immer als eine Art Gegenkultur verstanden hat, nicht dauerhaft unmittelbar oder direkt aus öffentlichen Mitteln durch die Politik gefördert werden.
Kultur abseits des Mainstreams, die sich aus öffentlichen Töpfen nährt und mit ihrer Hilfe ihre Aktivitäten institutionalisiert, wird nur allzu leicht für eine (partei)politische Agenda instrumentalisiert und ist aus unserer Sicht damit weder alternativ noch unabhängig noch frei.

Wir sprechen uns daher dafür aus, die institutionelle Förderung abzubauen und stattdessen einzelne Aktivitäten zu fördern, die die Voraussetzungen zur Förderung aus dem Kulturetat oder anderen Fördertöpfen erfüllen.
Mittelfristig treten wir dafür ein, dass für Aktivitäten wie die des Komma, ebenso wie für alle anderen Projekte und Aktivitäten der Freien Szene, eine eigene unabhängige Grundlage geschaffen wird. Dies könnte etwa ein Eigenmittelfonds sein oder die Schaffung freier Orte und Projekträume mit eigenen Produktionsetats, die dann interdisziplinär und selbstverwaltet arbeiten könnten.

Chomicha El Fassi (Ratsfrau)
Gabriele Thor (Frauenpolitische Sprecherin)
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.12.2013 | 00:02  
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