Die Rechten auf dem Vormarsch

Umfrage Kommunalwahl 2014 (Quelle: Start-Institut)
Nach einer Umfrage des Start-Instituts zur Kommunalwahl im Mai in Dortmund liegen die beiden Rechts-Parteien, "die Rechte" und die AfD, derzeit gleichauf bei 1,75 Prozent und kämpfen damit um ein Mandat für den Stadtrat.

Für die Umfrage wurden laut Start-Institut im November 750 Dortmunder telefonisch interviewt. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht, Wohnort und Wahlverhalten mit der letzten Kommunalwahl abgeglichen. Zu beachten ist, dass bei der Kommunalwahl keine Fünf-Prozent-Hürde gilt.
Der AfD gelingt es erwartungsgemäß nicht, kommunalpolitische Kompetenz auszustrahlen. Sie wird vom Wähler lediglich als Anti-Europa-Partei verortet.

In Duisburg, das in vielerlei Hinsicht strukturelle Ähnlichkeit mit Dortmund hat, tritt zur Kommunalwahl statt der "Rechten" der Pro-Köln-Ableger "Pro-Nrw" an.

Wie man über den inoffiziellen "Rathausfunk" im Duisburger Rathaus erfahren kann, hat Pro-Nrw alle Wahlbezirke besetzt und sammelt bereits seit Oktober erfolgreich Unterschriften (schon mehr als die Hälfte der Wahlbezirke fertig).
Hier ist mit flächendeckendem Antritt zu rechnen.

Auch in Duisburg wird sich die AfD also die Stimmen mit einer rechten Partei teilen müssen.
Dies umso mehr, als Teile der Duisburger AfD inzwischen die eurokritische Ebene völlg verlassen und sich immer weiter nach rechtsaußen auf den Kurs von Pro-NRW begeben haben oder gar aufgrund der Konkurrenzsituation versuchen, diese verbal noch zu übertreffen.
Bisher ist allerdings noch keinem Kreisverband der AfD in einer größeren Stadt in NRW ein flächendeckender Antritt für die Kommunalwahl gelungen.

Einige Städte dagegen scheiden bereits aus: Leverkusen und Bonn sind zu schwach oder zu zerstritten. In Düsseldorf fehlen bisher noch Kandidaten. Ein Programm gibt es ebenfalls nicht. Auch Köln hat noch keinen Wahlantritt.

Die derzeitige Situation in den Stadtverbänden der NRW-AfD ist durch Chaos, Zerissenheit und wachsende Spaltung auf allen Parteiebenen gekennzeichnet und läßt nicht vermuten, dass die NRW-AfD noch in der Lage ist, der Bundespartei bei der Europawahl Unterstützung zu leisten.

(Mit freundlicher Genehmigung von Pravda Duisburg)Duisburg
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.