Beutekunst: Düsseldorf geht mit gutem Beispiel voran

An Düsseldorf gibt es sicher manches zu kritisieren – nicht aber den Umgang der Düsseldorfer mit den von Nationalsozialisten geraubten Gemälden. Das Verhalten der Stadt Düsseldorf in Sachen „Schadow-Bildnis“ ist beispielhaft.

Hier hat man die „Beute“ (1400 Gemälde bedeutender Maler) nicht 2 Jahre unbeachtet beim Zoll vergammeln lassen. Denn erst als der Skandal weltweit ruchbar wurde, fühlte sich die Bundesregierung in der Pflicht und setzte eine Task Force ein, die sich mit dem Thema befassen sollte. Bis heute zieht der weltweite Skandal nun munter seine Kreise, denn die Task Force hat sich noch nicht gefunden!

Anders in Düsseldorf: Aus einem Schreiben von Anna B. Rubin (16. 10. 2013, Holocaust Claims Processing Office in New York) an den Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf kann der genaue Stand der Verhandlungen ersehen werden und die Bundesregierung täte wohl gut daran, wenn sie sich daran ein Beispiel nehmen würde, denn Düsseldorf bietet ein Blaupause, wie man einen weltweiten Skandal vermeidet (zumindest was Bilder aus jüdischem Eigentum angeht)!

Peter Schrenk, bekannter Buchautor der FW und Bürgermitglied im Kulturausschuss: „Hier hat sich Düsseldorf untadelig und vorbildlich verhalten: Nachdem 2011 bekannt wurde, dass es sich bei dem Schadow-Gemälde (Selbstbildnis des Künstlers) im Stadtmuseum Düsseldorf mit größter Wahrscheinlichkeit um Eigentum aus dem Vermögen des Dr. Max Stern handelte (also um von den Nationalsozialisten geraubtes jüdisches Eigentum), begannen im Mai 2013 Konsultationen zwischen Dr. Clarence Epstein (von Seiten des Eigentümers) und Dr. Susanne Anna (Direktorin des Stadtmuseum Düsseldorf), um die Interessen der Stern-Erben und die Interessen Düsseldorf (Schadows Bedeutung für diese Stadt) möglicherweise auf einen Nenner zu bringen.
Die Stadt Düsseldorf sieht die Eigentumsverhältnisse nun als geklärt an und ist zur Rückgabe des Bildes an die Erben bereit.“
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