Willkommen im Handwerk

Lehrjahre sind keine Herrenjahre heißt es in einem Sprichwort. Aber wer so freundlich mit einem Handschlag feierlich in die Gemeinschaft des Handwerks aufgenommen wird, dem wird der Berufsstart viel leichter fallen.

Am Freitagabend, 11. Oktober, erhielten bei der Aufnahmefeier „Handschlag 2013“ im Museum Kunstpalast 300 von insgesamt 1450 neuen Auszubildenden in der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf ihren Lehrvertrag überreicht. „Und zwar per Handschlag. Schließlich gab es eine Zeit, in der man Verträge nur per Hand besiegelte“, sagt dazu Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide. In der Tat gibt der Betrieb mit dem Lehrvertrag ein Ausbildungsversprechen ab. Stellvertretend für jedes Gewerk bekam ein Auszubildender auf der Bühne seinen Lehrvertrag vom Kreishandwerksmeister und diesmal von Oberbürgermeister Dirk Elbers persönlich ausgehändigt.

Unter ihnen auch Felix Roth, Lehrling im Raumausstatterhandwerk. Der 17-Jährige führt die handwerkliche Familientradition bereits in fünfter Generation fort. Den Handwerksbetrieb hat sein Urgroßvater bereits 1913 gegründet. Hatte der junge Mann vor der Veranstaltung noch etwas Bammel davor, auf offener Bühne vor so vielen Menschen zu stehen, war er danach total begeistert: „Eine tolle Veranstaltung hat sich die Kreishandwerkerschaft da einfallen lassen.“

Was für den Handwerksnachwuchs Neuland war, ist für den Kreishandwerksmeister bereits Routine. Bereits zum vierten Mal fand diese Veranstaltung, die bundesweit in dieser Form mit einer großen Feier einzigartig ist, statt. „Wir werden das auch weiterführen. Das ist eine tolle Sache, sie am Anfang der Ausbildung zu begrüßen“, so Dopheide „Sie werden sich wohlfühlen in der Gemeinschaft des Handwerks“, zeigte er sich überzeugt. Erfreulich sei, dass auch immer mehr Abiturienten den Weg ins Handwerk finden.

Oberbürgermeister Dirk Elbers sagte in seinem Grußwort, dass er sehr dankbar sei für die Handwerksbetriebe in Düsseldorf, ohne die nichts laufen würde. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns in einigen Jahren bei der Meisterfeier in der Stadthallte wiedersehen“, schloss Elbers seine Rede.

Für den unterhaltsamen Teil des Abends sorgten das Jugendsymphonieorchester der Tonhalle Düsseldorf und die Band „Töchter Düsseldorfs“ – acht Mädchen im Alter von 11 bis 23 Jahren. Moderator war wie im Vorjahr der Kabarettist Frank Küsters, der auf bekannte Lieder neue Texte mit Bezug auf das Handwerk gedichtet hatte. Das kam beim Publikum gut an.
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