Mein Buchtipp: Düsseldorf - Die Stadt der Ringe

(Foto: Greven Verlag Köln)

Michael Brockerhoff, bis 2014 Redakteur bei der Rheinischen Post, erzählt die Geschichte der Stadt Düsseldorf anhand der archäologischen Funde beim Bau der U-Bahn und des Köbogens auf unterhaltsame Weise neu.

Die Funde belegen das Wachstum der Stadt und bringen neues Licht in die Vorgeschichte von Düsseldorf, die bislang größtenteils im Dunkeln lag. Besonders spektakulär sind die Hinweise auf eine germanische Siedlung: Erstmals zeigt sich, dass seit 2000 Jahren Menschen an der Düsselmündung leben. Von dort spannt sich der Bogen über das Dorf an der Düssel und den winzigen Ort nach der Stadterhebung bis hin zur repräsentativen Residenzstadt: Düsseldorf dehnte sich aus. Und jede Wachstumsphase wurde mit einem Mauerring abgesichert. So ist Düsseldorf eine Stadt der Ringe. Der Autor erzählt, wie Archäologen diese Ringe entdeckten, und schildert, was sich innerhalb der Mauern im Lauf der Jahrhunderte tat. Mit ihren heiter-leichten Illustrationen macht Isabella Roth die schweren Bollwerke in Karten anschaulich und zeigt in ausgewählten Ansichten, wie Düsseldorf einmal aussah. Diese Kombination von Bild und Wort macht das Buch Die Stadt der Ringe zu einer unterhaltsamen und pointierten Stadtgeschichte, die einen guten und schnellen Überblick bietet.

Den Festungsringen verdankt Düsseldorf letztlich den Grünen Ring vom Hofgarten über die Königsallee zum Spee’schen Graben und damit seinen Status als Gartenstadt. Auch diese Entwicklung lässt sich anhand der archäologischen Spuren nachvollziehen, sogar bei einem von Brockerhoff vorgeschlagenen und von Roth gezeichneten Spaziergang erleben. Ebenso wie Teile der Mauerringe, die erhalten geblieben und in der Stadt zu sehen sind. Sie machen Düsseldorf – was im Trubel der Altstadt oft übersehen wird – an so mancher Stelle auch zu einem Freilichtmuseum.

Das 96 Seiten starke Buch ist für 18,90 Euro im Buchhandel erhältlich.
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